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25. Mai 2008
Uhren News / Termine:
Deutsches Uhrenmuseum in Glashütte öffnet

Im Rahmen eines Festaktes wurde am 22. Mai 2008 das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte offiziell eröffnet. Vor der feierlichen Einweihung des Gebäudes fand am Vormittag eine Pressekonferenz statt, an der Journalisten und Fotografen aus 24 Ländern teilnahmen.


Marcus Dreßler, Amtsverweser und Interimsbürgermeister der Stadt Glashütte, Dr. Hanspeter Rentsch, Mitglied der Konzernleitung der Swatch Group AG, sowie Dr. Frank Müller, Geschäftsführer von Glashütte Original, teilten sich das Podium und betonten die Bedeutung des Standortes Glashütte und die Einmaligkeit des neuen „Museums der Zeit“.



Eröffnungsrede des Glashütte Uhrenmuseums


Um 14.00 Uhr begrüßte Dr. Frank Müller dann mit einer Ansprache über 350 Gäste im Atrium der Manufaktur Glashütte Original. Ein kurzer Film über die Entstehung des Deutschen Uhrenmuseums Glashütte stimmte die Gäste auf die kommende Eröffnung ein; ein hochkarätiges Damenquartett sorgte mit feierlicher Musik für einen festlichen Rahmen.


Pünktlich um 15.30 Uhr wurde dann das Museum offiziell eröffnet.


Mit einem Scherenschnitt durchtrennten Marcus Dreßler, Dr. Roland Wöller, Dr. Hanspeter Rentsch, Dr. Frank Müller sowie Frank Reichel gemeinsam das rote Band.



Bandschnitt Zeremonie zur Eröffnung des Glashütter Uhrenmuseums


Im Anschluss daran überreichte der Architekt des Gebäudes, Christoph Rabe, dem neuen Hausherren, Dr. Frank Müller, einen handgefertigten Schlüssel aus Meissner Porzellan. Nach dieser symbolischen Schlüsselübergabe öffneten sich die Türen des Gebäudes und das moderne Museum der Zeit begrüßte seine ersten Gäste.


Gemäß dem Ausstellungsmotto „Faszination Zeit – Zeit erleben“ beleuchtet das Uhrenmuseum nicht nur die hohe Uhrmacherkunst an sich, sondern ermöglicht darüber hinaus einen emotionalen und philosophischen Zugang zum Phänomen Zeit.


Im Einklang mit den Zielen der Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek“ hatte Glashütte Original einen Ausstellungsparcours entwickelt, der die wechselhafte Geschichte Glashüttes ebenso vermittelt wie Aspekte des Zeitgefühls und der Zeitmessung. Dieses Projekt wurde möglich durch die Unterstützung der Swatch Group AG und der Stadt Glashütte.



Die erste Führung durch das neue Museum exklusiv für VIPs


Auf 2 Stockwerken und ca. 1000 m² Ausstellungsfläche sind mehr als 400 einmalige Exponate präsentiert und multimedial erlebbar gemacht: Glashütter Taschen-, Armband- und Pendeluhren verschiedener Epochen, Marinechronometer und Gangmodelle, historische Urkunden und Patente, Werkzeuge und Werkbänke sowie astronomische Modelle und Metronome sind so kunstvoll in Szene gesetzt.


Thematisch setzt sich die Ausstellung aus einer Reihe von „Historienräume“ und „Zeiträumen“ zusammen, die von einem Prolog und einem Epilog eingerahmt werden.


Die „Historienräume“ bereiten den geschichtlichen Kontext der Uhrenstadt auf und stellen eingangs berühmte Persönlichkeiten und Gründerväter wie Ferdinand Adolph Lange, Julius Assmann, Adolf Schneider und Moritz Großmann vor, die Glashütte zur Hochburg des feinen deutschen Uhrenbaus und der Uhrmacherausbildung werden ließen.


Im Laufe des Parcours werden weitere Epochen dargestellt, die Glashütte maßgeblich geprägt haben wie Gründerzeit, erster und zweiter Weltkrieg, Demontage und Enteignung sowie Wiedervereinigung und Neugründung.



Frontalansicht des komplettsanierten Museumshauses


Die „Zeiträume“ unterbrechen die chronologische Abfolge der Glashütter Uhrengeschichte und entführen den Besucher u.a. in den Mikrokosmos einer mechanischen Uhr, der so die Präzision und das Zusammenspiel hunderter Einzelteile selbst erleben kann.


Zum selbstständigen Entdecken lädt ebenso ein weiterer multimedialer „Zeitraum“ ein, der ein interaktives Glossar der Zeitmessung beinhaltet, wie auch die Schauwerkstatt zum Ende des Rundgangs.


Dr. Frank Müller, Geschäftsführer von Glashütte Original, kommentierte die Eröffnung mit folgenden Worten: „Als moderne und erlebnisorientierte Zeitwelt möchte das Museum nicht nur Uhrenenthusiasten ansprechen, sondern wendet sich bewusst auch an die breite Öffentlichkeit, Familien und junge Menschen. Wir freuen uns auf die ersten Besucher und hoffen, mit einem spannenden Museum dazu beizutragen, die Faszination der Uhrmacherkunst und das Wissen um die Zeitmessung an die nächste Generation weiterzugeben.“

Quelle: Glashütte Original

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