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Wie funktioniert ein Uhrwerk ?

Als Uhrwerk bezeichnet man das Innenleben einer Uhr

Es sorgt dafür, dass sich die Anzeigevorrichtung in der jeweils richtigen Geschwindigkeit bewegt. Auch andere Geräte werden teilweise mit Uhrwerken angetrieben, zum Beispiel Messschreiber, Kurzzeit-Schaltuhren, Zeitzünder oder Belichtungsuhren.

Letzte Handgriffe an einem Uhrwerk für Taschenuhren

Uhrwerke gibt es in rein mechanischen, elektromechanischen und vollelektronischen Ausführungen. Historische Uhrwerke waren Zahnrad-Getriebe mit Hemmung und Energiespeicher - Sanduhren, Sonnenuhren und andere werden nicht als Uhrwerk bezeichnet.


Prinzipiell unterscheidet man vier Sorten von Uhrwerken:

- Mechanische Uhrwerke

- Elektromechanische Uhrwerke

- Elektronische Uhrwerke

- Batteriebetriebene Uhrwerke
 

Uhrwerke - Fachbegriffe

  • Anglierung

    Bezeichnet das Brechen der Kanten der Uhrwerksteile im 45-Grad-Winkel bei vollkommen gleich bleibender Breite der Brechungskanten.

  • Anker

    Aus Stahl oder Messing hergestellter Teil der Uhrenhemmung, dessen Form einem Schiffsanker gleicht.

  • Appliken

    Als Appliken bezeichnet man Striche oder Zeichen, aus Metallplättchen ausgestanzt und auf das Zifferblatt aufgebracht.

  • ATM

    Einheit für die Bezeichnung der Wasserdichtheit einer Uhr. Bezieht sich auf den atmosphärischen Referenzdruck von 1013 Hektopascal oder 1 bar und bestimmt die Widerstandsfähigkeit einer Uhr auf einen Druck. Andere Bezeichnungen: 10 atm = 10 bar = 100 Meter.

  • Bandschliff oder Streifenschliff

    Ein feiner, streifenförmiger Schliff zur Dekoration des Uhrwerks, der auf Platinen, Räderbrücken oder Kloben aufgebracht wird.

  • Brücke

    Metallteil, in dem gewöhnlich mindestens ein Zapfen eines Drehteils der Uhr dreht. Die Brücke ist durch Füße auf der Werkplatte befestigt. Die Brücken werden gewöhnlich nach den Drehteilen bezeichnet, denen sie als Lager oder Stütze dienen, zum Beispiel: Federhausbrüke. Minutenradbrücke, Wechselradbrücke,...

  • Cabochon

    Halbrund geschliffener Edelstein, der zur Zierde auf die Aufzugskrone gesetzt wird.

  • COSC

    Die COSC (Offizielle Schweizer Chronometer-Kontrollstelle) verleiht den Titel "Chronometer" jeder Uhr, die der Kontrollorganisation vorgelegt wird und 15 Tage lang auf ihre Präzision und Gangstabilität in 5 Lagen bei unterschiedlichen Temperaturen erfolgreich geprüft wird. Die COSC ist eine gemeinnützige Vereinigung, die aus fünf Schweizer Kantonen hervorgeht: Bern, Genf, Neuenburg, Soleure und Vaud, mit Sitz in la Chaux-de-Fonds. Das Kontrollbüro der COSC befindet sich in Biel, Genf und Locle und führt an den vorgelegten Uhren offizielle Tests zur Ganggenauigkeit durch. Das Zertifikat wird für jede einzelne Uhr ausgestellt und gilt nicht für ein Modell oder eine Produktreihe.

  • Digitalanzeige

    Anzeigeart, bei der die Ziffern auf beweglichen Scheiben liegen und durch Anzeigefenster angezeigt werden. Die Anzeige kann durch Flüssigkristallziffern oder durch elektrolumineszente Dioden erfolgen.

  • Dorn

    Der Dorn ist ein spitzes Metallstück mit Gelenk, das in eines der Lederarmbandlöcher eingreift und, wie bei einem Gürtel, die Schnalle verschließt. In der Uhrmacherei spricht man von einem Armband mit Dornschließe.

  • Dreiviertelplatine

    Eine große Räderbrücke, die das Werk zu drei Vierteln bedeckt. Gilt insbesondere als Markenzeichen der Marke Glashütte Original.

  • Drehbare Lünette

    Am Uhrengehäuse befestigter Ring, der das Glas hält. Er dient dazu zusätzliche Zeiten einzustellen, wie z.B. die Dauer eines Vorgangs. Die einseitig drehbare Lünette kann nur in eine Richtung gedreht werden. Diese technische Besonderheit kann Gefahren vorbeugen, z.B. beim Messen von Tauchzeiten. Jeder Zwischenfall oder jedes falsche Manöver verringert die ursprünglichen festgesetzten Zeiten für Luftreserve oder Dekompression.

  • Duplex-Schwanenhalsfeder

    Ist eine besondere Art der Feinregulierung der Uhr. Zwei Schwanenhalsfedern regulieren unabhängig voneinander den Gang der Uhr und die Zentrierung des Schwungsystems.

  • Einschalen

    Das Einpassen und Befestigen des Uhrwerks im Gehäuse.

  • Federhaus

    Aus einem gezahnten Rad und einem zylindrischen Gehäuse gebildete und durch einen Deckel verschlossene Einheit. Das Federhaus dreht frei auf einer Welle und enthält die Zugfeder, welche mit der äußeren Windung am Federhaus und der inneren Windung an der Federwelle angehängt wird. Das Federhaus greift in das erste Trieb des Räderwerks der Uhr ein; es dreht langsam; sein Drehwinkel in der Stunde schwankt zwischen einer Neuntel- und einer Sechstelumdrehung.

  • Frequenz

    Die Anzahl Halbschwingungen pro Sekunde. Bei Quarzuhren beträgt die Frequenz im Allgemeinen 32.768 Halbschwingungen pro Sekunde. Sie wird üblicherweise mit Hz (Hertz) abgekürzt.

  • Gangdauer

    Betriebsbereitschaft einer Uhr für die Zeit, die nach dem Vollaufzug bis zur völligen Entspannung der Triebfeder vergeht.

  • Gebläute Schrauben

    Gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen auf etwa 290°C entspannt werden, wodurch sie eine dauerhafte tiefblaue Farbe annehmen.

  • Genfer Sigel

    Weiterer Stempel (Wappen von Genf), der von einer offiziellen Organisation der Uhrmacherschule in Genf auf Uhrwerken angebracht wird. Diese Uhrwerke müssen einer Reihe festgelegter Kriterien in Bezug auf Qualität und Fertigung entsprechen. Diese Auszeichnung wurde 1886 von der Stadt Genf eingeführt.

  • Gnomon / Zeitstab

    Eines der ersten Zeitmessgeräte. Das Gnomon ist ein senkrechter, dünner Körper (Stab, Baum, Steinsäule, der Mensch selbst). Der von ihm auf die Erde geworfene Schatten diente der Zeitbestimmung. Das Gnomon ist der Vorläufer der Sonnenuhr.

  • Goldchaton

    Goldringe, die die Lagersteine (Rubine) umfassen und in Räderbrücke, Kloben oder Gestellteile geschraubt bzw. gepresst werden.

 

Weitere Fachbegriffe zu Uhrwerken

Quellennachweis