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Wie funktioniert ein Uhrwerk ?

Als Uhrwerk bezeichnet man das Innenleben einer Uhr

Es sorgt dafür, dass sich die Anzeigevorrichtung in der jeweils richtigen Geschwindigkeit bewegt. Auch andere Geräte werden teilweise mit Uhrwerken angetrieben, zum Beispiel Messschreiber, Kurzzeit-Schaltuhren, Zeitzünder oder Belichtungsuhren.

Letzte Handgriffe an einem Uhrwerk für Taschenuhren

Uhrwerke gibt es in rein mechanischen, elektromechanischen und vollelektronischen Ausführungen. Historische Uhrwerke waren Zahnrad-Getriebe mit Hemmung und Energiespeicher - Sanduhren, Sonnenuhren und andere werden nicht als Uhrwerk bezeichnet.


Prinzipiell unterscheidet man vier Sorten von Uhrwerken:

- Mechanische Uhrwerke

- Elektromechanische Uhrwerke

- Elektronische Uhrwerke

- Batteriebetriebene Uhrwerke
 

Uhrwerke - Fachbegriffe

  • Großes Schlagwerk

    Läutet automatisch Stunden und Viertel, kann aber nach Belieben (bei Betätigung eines Drückers) Stunden, Viertel und Minuten wiederholen.

  • Guillochierung

    Von Hand durchgeführter Schnitt von gleichmäßigen Mustern oder Ornamenten z.B. auf Zifferblättern oder Gehäuseschalen. Besonderheit beim Guillochieren ist, dass das Werkstück zum Werkzeug geführt wird. Lagerstein Künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch zur reibungsarmen Lagerung der Zahnradzapfen.

  • Halbschwingung

    Auslenkung eines schwingenden Elements zwischen zwei Punkten. Zwei Halbschwingungen ergeben eine Schwingung. Üblicherweise zählt man 5 Halbschwingungen der Unruh pro Sekunde, das sind 18.000 pro Stunde. Es gibt aber auch Unruhen mit höheren Halbschwingungszahlen, wie 36.000 pro Stunde und mehr. Eine größere Zahl an Halbschwingungen garantiert ein zuverlässiges Funktionieren der Uhr.

  • Hemmung

    Zwischen den Rädern und dem Regulierorgan eingebaute Vorrichtung, die in regelmäßigen Intervallen das Weiterlaufen der Räder unterbricht und die Energie periodisch auf die Unruh überträgt. Die in den Uhren verwenden verschiedenen Hemmungstypen sind:
    -Rückfallhemmung (mit Steigrad oder Spindelhemmung),
    -Hemmung mit reibender Ruhe (Zylinder, Komma-, doppelte Kommahemmung),
    -Freie Hemmung (Anker-, Chronometerhemmung).
    Heute wird die Ankerhemmung mit Abstand am häufigsten verwendet.

  • Index

    Merkzeichen, das die Ziffern des Zifferblatts ganz oder teilweise ersetzt.

  • Karat

    1. Einheit für den Anteil an Gold in einer Legierung. Eine Legierung von 1 Karat enthält 1/24 Teile Feingold.
    Reines Gold oder Feingold hat 24 Karat oder 1000 Tausendstel Anteile,
    Gold mit 18 Karat hat 750 Tausendstel Anteile,
    Gold mit 14 Karat hat 583 Tausendstel Anteile,
    Gold mit 12 Karat hat 500 Tausendstel Anteile.
    2. Gewichtseinheit für Edelsteine von 0,205 g. Diese Einheit wurde durch das Metrische Karat mit 0,200 g ersetzt.

  • Kleine Sekunde

    Im Gegensatz zur Großen Sekunden oder zentralen Sekunde, werden die Sekunden durch einen kleinen Zähler, häufig bei 6 Uhr angezeigt.

  • Krone

    Die Aufzugskrone ist ein Knopf, den man mit den Fingern betätigt, um die Uhr aufzuhiehen. Wird sie herausgezogen kann die Uhrzeit oder das Datum eingestellt werden. Ihre Dichtung hindert Staub und Wasser daran, in die Uhr einzudringen. Sie kann eingepresst (Krone wird zum Einstellen der Uhrzeit herausgezogen) oder verschraubt sein (verstärkte Dichtigkeit für sportliche Uhren).

  • Kugelgestrahlt

    Die Oberfläche des Materials wird mit winzigen Sand- oder Glaskügelchen gestrahlt und erhält dadurch ein mattes und gleichmäßiges Aussehen, das sich aus einer Vielzahl kleiner Punkte ergibt.

  • Lumineszenz

    Fähigkeit, Lichtstrahlen auszusenden. Tritium ist ein lumineszenter Körper, mit dem Ziffern und Zeiger beschichtet werden, damit die Uhrzeit bei Dunkelheit abgelesen werden kann. Es hat Substanzen auf Basis von Salzen, Radium oder Phosphor ersetzt.

  • Mikron

    Längeneinheit des metrischen Systems, entspricht einem Tausendstelmillimeter oder Millionstelmeter, dargestellt durch das Symbol µ. In der Uhrenindustrie werden die Abmessungen häufig in Mikron angegeben.

  • Perlierung

    Eine Verzierung, bei der ineinander verlaufende perlenförmige Kreisschliffe auf der Oberfläche aufgebracht werden.

  • Perlmutter

    Natürliche Perlmutter: Substanz mit irisierenden Reflexen, die das Schaleninnere verschiedener Weichtiere auskleidet; sie wird unter anderem für Zifferblätter und Uhrengehäuse verwendet. Künstliche Perlmutter: sie wird aus Fischschuppen, auch aus Horn hergestellt. Perlmutter weist weißlich schillernde Farbtöne auf.

  • Platine

    Anderer Ausdruck für die Werkplatte, eine Grundplatte in der Form des jeweiligen Uhrwerks, mit Bohrungen zur Aufnahme sämtlicher Wellen des Räderwerks. Die vordere (untere) Platine hat immer die volle Form des Uhrwerks, während die hintere (obere) Platine aus Teilstücken oder durch einzelne Brücken oder Kloben ersetzt werden kann.

  • Punze (Stempel)

    Auf Metall gestempeltes Symbol, das die Herkunft, den Edelmetallgehalt, die Produktion garantiert. Es wird auf Uhrwerken angebracht, welche den in gewissen Uhrmachergegenden (Genf) offiziell festgesetzten Forderungen entsprechen.

  • Quarz

    Auch Bergkristall genanntes Siliziumoxyd. Wenn der Quarz in einen elektrischen Schwingkreis gebracht wird, beginnt er auf einer sehr hohen Frequenz zu vibrieren (32 Khz). Unter gewissen Bedingungen drängt er dem Schwingkreis seine eigene Frequenz auf. Seit den siebziger Jahren wird diese Eigenschaft zur genauen Zeitmessung in elektronischen Uhren verwendet.

  • Rad

    Rundes Element, das um seine Achse dreht und zur Aufgabe hat, eine Kraft oder eine Bewegung zu übertragen.

  • Radkranz

    Ringförmige Masse, die von Armen gehalten wird und die Unruh formt.

  • Regulierbare Faltschließe

    Eine Armbandschließe, die sich beim Öffnen auffaltet. Bei unbeabsichtigtem Öffnen der Schließe bleibt die Uhr locker am Handgelenk hängen und kann nicht verloren gehen. Dieses System garantiert eine optimale Sicherheit.

  • Regulierorgan

    In einer mechanischen Uhr sind Unruh und Spirale Regulierorgane. Diese Elemente messen die Zeit. In einer Großuhr ist das Pendel das Regulierorgan. In elektronischen Uhren kann das Regulierorgan ein Unruhmotor oder ein Resonator (Stimmgabel oder Kristallquarz) sein.

  • Retrograde Anzeige

    Stunden-, Minuten-, Sekunden-, oder Kalenderzeiger, der ruckartig auf seinen Ausgangspunkt zurückspringt, nachdem er eine entsprechende Skala durchlaufen hat, und den Zyklus sofort von neuem durchläuft.

  • Rhodinierung

    Anbringen eines Schutzüberzugs aus Rhodium auf Metallgegenständen, der die behandelte Oberfläche zum glänzen bringt und härtet.

  • Riegel

    In den Repetieruhren ist es ein Teil aus gleichem Metall wie die Schale, der auf dem Gehäusemittelteil gleitet und die Feder für das Läutwerk aufzieht. Der Ausschalthebel verhindert das Läuten.

 

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Quellennachweis