Maurice Lacroix
Die Ursprünge der Marke Maurice Lacroix gehen auf die Gründung eines Assemblagebetriebs in Saignelégier durch die Muttergesellschaft Desco von Schulthess AG im Jahre 1961 zurück, wo Uhren verschiedener privater Marken zusammengefügt wurden.
Das erste von der der Firma selbst entwickelte Werk wird 1975 in Österreich lanciert, und ein Jahr darauf aufgrund des unerwarteten Erfolgs ebenfalls in Spanien vertrieben. Der Bekanntheitsgrad der Marke wächst von da an beständig und in den Jahren 1980 bis 1981 wird die Marke deshalb nicht nur in Australien eingeführt sondern auch die erste Firmeneigene Vertriebsgesellschaft im großen Markt Deutschland gegründet.
Um den Erfolg weiter auszubauen werden in den Jahren 1983 bis 1987 weitere Vertriebsgesellschaften in der Schweiz (1983), den Niederlanden (1986) und in Großbritannien (1987) eröffnet. Der Aufbau eines groß angelegten internationalen Vertriebsnetzwerkes beginnt.
1989 gelingt der Marke der Kauf einer eigenen Gehäusefabrik in Saignelégier. Durch fortlaufende Investitionen wird der Maschinenpark immer weiter verbessert und zählt heute zu den modernsten Einrichtungen in der Uhrenbranche.
Ebenfalls 1989 bis in die 1990er hinein beginnt die Vervollständigung des internationalen Vertriebsnetzwerkes durch eine komplette Reorganisation der Marke und die Erweiterung des Vertriebs im Fernen Osten (Japan, Hongkong, Malaysia, Singapur und Thailand) sowie im Mittleren und Nahen Osten (z.B. Saudi-Arabien).
Die Reorganisation war nötig um im härter werdenden Markt der mechanischen Uhren (Quarzkrise) bestehen zu können. Maurice Lacroix spezialisierte sich auf die Entwicklung attraktiver Zusatzfunktionen mit aufwändigen, überraschenden Mechanismen. Vor allem im Bereich der Chronographen, der retrograden Anzeigen und der Mondphasenanzeigen verfügt die Marke deshalb über herausragende Kompetenz.

1994 modernisierte die Firma alle Fertigungsanlagen in Saignelégier für mehrere Millionen Schweizer Franken. Die besseren Verarbeitungsmethoden und gestiegene Produktivität war nötig, um den zu erwartenden hohen Mehrbedarf für den Amerikanischen Markt zu decken, nachdem die Marke 1995 auch dort eingeführt wird.
Bereits vier Jahre später müssen die Kapazitäten erneut aufgestockt werden. Durch einen weiteren Ausbau der Gehäusefabrik wird die Produktion und die Qualität erneut deutlich gesteigert.
Am 1. Oktober 2001 wird die Marke Maurice Lacroix S.A. endgültig vom bisherigen Mutterkonzern Desco von Schulthess AG abgekoppelt und zur juristisch eigenständigen Einheit. Die Assemblage Kapazitäten werden weiter erhöht um den immer weiter steigenden Bedarf gerecht zu werden.
2002 wird in Großbritannien eine eigene Filiale gegründet. 2006 fertigt Maurice Lacroix das erste komplett selbst erstellte und entwickelte Uhrwerk an und erarbeitet sich damit den prestigeträchtigen Namen einer Manufaktur.
Der neueste Meilenstein von 2008 ist die Mémoire 1, die weltweit erste mechanische Uhr mit "Gedächtnis", eine vollständig neue Große Komplikation. Die Mémoire 1 besitzt nur zwei Zeiger und einen Schalter, um zwischen Chronograph und Zeitanzeige hin und her zu schalten. Das besondere daran ist, das bei einer Zeitnahme durch die Chronographenfunktion nicht nur die reale Zeit "unsichtbar" weiterläuft, sondern auch die der Zeitnahme. Es ist damit möglich jederzeit zwischen der normalen und der gestoppten Zeit hin und her zu schalten, ohne das die aktuelle Zeitnahme unterbrochen wird.
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