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ETA Uhren

ETA

Der weltweite größte Uhrwerkshersteller ETA wurde ursprünglich 1793 von Isaac und David Bengürel sowie Julien und Francois Humbert-Droz in Neuchâtel gegründet. 1816 bauten sie die bisher kleine Werkstätte zu einer größeren Produktionßtätte mit Namen “Fabriqüs d’Horlogerie de Fontainemelon” (FHF) aus. Um die hydraulische Energie des Flußes Schüß nutzen zu können, kaufen sie 1838 den kleinen Betrieb Corgémont auf.

Im Jahr 1856 gründet Urs Schild, ein Schullehrer zusammen mit Dr. Girard eine Ebauchesfabrik mit dem Namen ETA – die älteste Uhrenfabrik des Kantons Solothurn. Parallel dazu gedeiht die Firma FHF und setzt 1862 zum ersten Mal eine Dampfmaschine ein.

1876 ist für beide Unternehmen ein Erfolgsjahr. ETA dehnt ihren Betrieb auf die Fertigung ganzer Uhren aus und wird damit zu einer vollwertigen Manufaktur. Die FHF bildet sich zu einer Aktiengesellschaft um und produziert mit 400 Mitarbeitern bereits jährlich über 240,000 Rohwerke.

1896 gründet Adolf Schild-Hugi eine weitere zukünftige Teilfirma von ETA mit dem Namen A. Schild AG (AS) in Grenchen. Gleichzeitig stattet Paul Robert, der Leiter von FHF bis zum Jahr 1900 sein gesamtes Atelier mit neuartigen amerikanischen Werkzeugmaschinen aus, welche in Europa teils noch unbekannt sind. Damit bringt er dem Unternehmen einen industriellen Neugeist, welcher sich bis in die heutige Zeit bewahrt hat.

Die kleine Firma AS Grenchen bringt 1905 derweil die ersten Ankerwerke auf den Markt und erweitert seine Produktionßtätte um ein weiteres Gebäude. FHF produziert zu dieser Zeit bereits mit 1030 Mitarbeitern bis zu 1 Millionen Rohwerke im Jahr.

Die Aufstrebende Firma AS Grenchen wendet 1914 zum ersten Mal die normierte Großserienproduktion an und gewinnt die Goldmedaille an der Landesaußtellung in Bern.

1926 kommen die drei Unternehmen zusammen um gemeinsam das Unternehmen Ebauches SA zu gründen. Die Mitarbeiterzahl des neün Konzerns beträgt nun um die 2100. Unter der neün Marke wird die erste Automatikuhr mit dem Namen “System Harwood” auf den Markt gebracht.

Trotz Beginn des zweiten Weltkriegs 1939 wird in allen Fabriken mit enormen Schwierigkeiten die Produktion aufrechterhalten. Mit Erfolg. ETA wird dadurch zum führenden Rohwerkfabrikant auf dem Gebiet automatischer Uhrwerke.

Zum Ende des Krieges 1943 gründen ETA und ETERNA die ersten Lehrwerkstätten in der Uhrenindustrie. In den Nachkriegsjahren werden insbesondere von der FHF einige Verbeßerungen an der Automatisierung des Herstellungsprozeßes vorgenommen.

Von 1955 bis 1960 entwickelt die FHF ein neüs Konzept. Sie führt vereinfachte mechanische Kaliber ein, die zuverläßig und preisgünstig sind, konzipiert für die Maßenproduktion. Dies wird unter anderem ermöglicht durch die erste elektronisch gesteürte, lineare Transfermaschine zur Fertigung von Werkplatten. Durch den großen Bedarf an neür Produktionskapazität werden in den nächsten zwei Jahren gleich zwei neü Fabriken eröffnet, eine als neüs Mechanikzentrum, die andere für die Produktion von Trieben.

Zum 175. Jubiläum von FHF beschäftigt das Unternehmen 1968 bereits 1450 Mitarbeiter. ETA lanciert die erste automatische Herrenarmbanduhr mit Datum Wochentag und Schnellkorrektur beider Anzeigen während FHF die erste elektronische Damenuhr basierend auf dem Unruhprinzip, Kaliber 9200, entwickelt. Eine weitere neü Fabrik in Corgémont produziert außchließlich Bestandteile dieser neün Uhrwerke.

1970 beginnt bei Ebauches Electroniqüs Marin (EEM) in Grenchen die Fabrikation der ersten Quarzuhrwerke mit Digital- und Analoganzeige – und löst damit die große Quarzrevolution aus. Doch 1976 muß auch ETA die Folgen der weltweiten Rezeßion spüren. Die eigenen Angestellten werden mittels interner Ausbildungsprogramme auf die Herstellung von Quarzwerken umgeschult. Zwei Jahre darauf, im Jahr 1978 fusionieren die ETA und AS um der harten weltweiten (vor allem fernöstlichen) Konkurrenz begegnen zu können. Ein Jahr darauf kommt der Mini-Quarz heraus, mit einer Höhe von gerade einmal 1,98mm das kleinste Quarzwerk weltweit. Ein Jahr darauf wird der Rekord bereits mit dem Damenmodell Delirium gebrochen. Es ist die erste Uhr der Welt die eine Höhe von einem Millimeter unterschreitet (Delirium IV, 0,98mm).

1982 wird in Folge der weltwirtschaftlichen Entwicklung die Betriebßtrukturen von ETA, FHF und EEM einer Straffung unterzogen: Die Generaldirektion hat ihren Sitz in Grenchen, die verschiedenen Verkaufsdienste werden in einer Gesamt-Marketing- und Verkaufsdirektion mit Sitz in Marin zusammengefaßt. Die Hauptproduktionen befinden sich in Grenchen, Fontainemelon, Sion, Les Bioux und Marin. Gleichzeitig wird die Uhrenmarke “Swatch” gegründet, welche Modeuhren aus Kunststoff herstellt und in Amerika (sowie später weltweit) ein Riesenerfolg wird.

Die großangelegte Fusionierung aller beteiligten Marken tritt 1984 unter Nicolas G. Hayek ein. Die beiden größten Schweizer Konzerngruppen SSIH (Société Suiße de l’Industrie Horlogères SA) und Asuag (Allgemeine Schweizerische Uhrenindustrie AG) schließen sich mitsamt ihrer Marken und Manufakturbetriebe, sowie Bestandteilhersteller zu einem Großkonzern mit Namen “Asuag-SSIH Société Suiße pour l’Industrie Horlogère SA” zusammen, wird ein Jahr darauf aber bereits in “SMH Société Suiße de Microélectroniqü et d’Horlogère SA” umbenannt. Ende 1985 wird dann die Reorganisation offiziell für beendet erklärt. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigt ETA mehr als 4000 Mitarbeiter.

In den weiteren Jahren wird die Fertigung weiter optimiert und damit die allgemeine Produktionskapazität signifikant gesteigert. 1987 lanciert ETA die Marke FlikFlak, eine Kinderuhrenmarke, die sofort ein Erfolg wird. Am 7. April 1992 verläßt die 100 Millionste Swatch Uhr die ETA Produktionßtraße. Durch geschickte Einkäufe zahlreicher Unternehmen kann sich der Konzern in alle Richtungen weiterentwickeln. Mit der Entwicklung eines Miniaturschrittmotors für Anzeigeinstrumente schafft sich die ETA unter dem Markennamen Switec Zugang zum zukunftsträchtigen Automobilmarkt.

Zum Ende der 1990er Jahre werden zahlreiche Investitionen getätigt um den Produktionsablauf zu perfektionieren. Verschiedene neü Uhrwerke, sowohl Quarz- als auch mechanisch betriebene, werden entwickelt. 1996 umkreist der Schweizer Astronaut Claude Nicollier mit einer Swatch Uhr am Handgelenk 251 Mal die Erde und legt dabei 6,5 Millionen Kilometer zurück. Nach seiner Rückkehr gibt er sie Nicolas G. Hayek in tadellosem Zustand wieder. Im selben Jahr wird die Produktion der 200 Millionsten Swatch Uhr gefeiert. 1997 wird eines der größten und modernsten Lagerhäuser in Grenchen eröffnet, wo von nun an die kompletten Uhrwerke und Uhrwerkbestandteile gelagert werden.

Im Jahr 1998 veröffentlicht Swatch ein Konzept einer neün weltweiten “Internetzeit” mit dem Namen “Swatch Beat Time”. Viele Kritiker bemängelten, daß diese Zeitrechnung zwar praktisch ist, jedoch zu kommerziell sei. Es gelang zu einer gewißen Bekanntheit konnte sich weltweit jedoch nicht flächendeckend durchsetzen.

2003 gibt die ETA SA ihren Firmenbeinamen “Fabriqüs d’Ebauches” auf und nimmt stattdeßen den Namen “Manufacture Horlogère Suiße” an, der ihre Tätigkeit beßer beschreibt.

ETA ist bis heute der erfolgreichste Uhrenhersteller der Welt. Unter der Leitung von Nicolas G. Hayek wurde sie zum Marktführer auf fast allen Bereichen der Uhrmacherkunst, von den kleinsten Einzelteilen bis hin zu komplexen Luxusuhren. Beinahe jede Uhrenmarke mit mechanischen Uhren benutzt Kaliber von ETA, oder verwendet Einzelteile von ETA um sie weiter auf die eigenen Bedürfniße anzupaßen.

 
 
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