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Der Qualitätsbegriff Glashütte

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Weltweit gilt Glashütte als Inbegriff höchster Uhrmacherkunst. Wieso dies so ist und was die Besonderheit der sächsischen Ortschaft ausmacht, kläre ich in einer neuen Folge meiner Reihe „Wie funktioniert die Uhr?“.

Ebenso wichtig wie die Funktionsweise einer Uhr ist meiner Ansicht nach auch die Herkunft des Zeitmessers. Gerade im Bereich hochwertiger Qualitätsuhren ist diese für viele Menschen von entscheidender Bedeutung. Habe ich in der letzten Folge von „Wie funktioniert die Uhr?“ den Begriff „Swiss Made“ erklärt, möchte ich nun auf einen deutschen Traditions- und Qualitätsbegriff zu sprechen kommen: Glashütte. Denn Luxusuhren sind keine Domäne der Schweiz. Dies beweisen nicht zuletzt die elf Hersteller, die derzeitig in der kleinen sächsischen Ortschaft produzieren.

 

Luxusuhren „Made in Germany“

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Firmen wie A. Lange & Söhne, Nomos, Glashütte Original oder Bruno Söhnle sorgen heute weltweit dafür, dass der Name Glashütte/Sachsen einen besonderen Glanz besitzt und Luxusprodukte „Made in Germany“ damit in Verbindung gebracht werden. Aber eine Uhr aus Glashütte besitzt nicht durch den Namen etwas Besonderes, letztlich sind es die kleinen Meisterwerke, welche kunstvoll feinmechanische Präzision mit handwerklicher Perfektion und Schönheit verbinden, und so den Begriff zu einem Qualitätssiegel machen.

Deshalb gilt auch: Um den Namen der Ortschaft als Gütesiegel auf dem Zifferblatt tragen zu dürfen, müssen mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung am Uhrwerk vor Ort vorgenommen werden. Um dies zu bewerkstelligen, bedarf es einer langen Tradition, die sich gerade in Glashütte als eine sehr lebendige präsentiert.

 

Glashütte als Schauplatz deutscher Wirtschaftsgeschichte

Der Qualitätsbegriff und der Mythos Glashütte nimmt bereits vor mehr als 160 Jahren seinen Anfang. Um die von Arbeitslosigkeit gebeutelte Region zu unterstützen, rief die sächsische Regierung im 19. Jahrhundert Unternehmer auf, sich im Erzgebirge anzusiedeln. 1845 folgte Ferdinand Adolph Lange dem Ruf. Er hatte einen wagemutigen Plan: Nach Schweizer Vorbild wollte er in Glashütte eine Uhrenindustrie etablieren.

Der Plan ging auf: Bereits 30 Jahre später hatte sich die Ortschaft einen Namen gemacht. Firmen wie A. Lange & Söhne, Union Glashütte/Sa. und die Glashütter Präzisions-Uhren-Fabrik A.G. lieferten schon damals in die ganze Welt. Selbst die Folgen des Zweiten Weltkrieges und die Planwirtschaft der DDR konnten diesem Geist letztlich nichts anhaben, sodass sich ab 1990 schnell die heute tätigen Manufakturen erfolgreich neu gründen konnten.

 

Glashütte zum Anfassen

Will man sich nun von dieser Qualität selbst überzeugen, kann ich nur raten: Fahren Sie doch mal selbst nach Glashütte und besuchen Sie die einzelnen Hersteller. Wie stolz man vor Ort auf seine Geschichte und die lebendige Uhrenproduktion ist, lässt sich dort hautnah erleben. Auch existiert seit 2008 das „Deutsche Uhrenmuseum Glashütte“. Ein Ort, welcher einmalige Exponate präsentiert und die Tradition der Uhrmacherkunst in Sachsen erlebbar macht. Hier zeigt sich, dass man auf den Qualitätsbegriff Glashütte zurecht stolz sein kann. Und dass Luxusuhren eben nicht nur eine Domäne der Schweizer Uhrenhersteller sind, sondern diese seit 1845 auch aus Sachsen kommen.

Bildrechte: Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, © René Gaens

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