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Die Zeit für Olympia 2014. Zeit für russische Uhren

Stopwatch

Ab dem 7. Februar ticken auch russische Uhren im Takt des Sports. Dann blickt die Welt gebannt nach Sotschi. In dem Ort am Schwarzen Meer werden die XXII. Olympischen Winterspiele eröffnet. Mehr als zwei Wochen lang kämpfen dann Wintersportler aus aller Welt um Weiten, Punkte und um die besten Zeiten. Und auch, wenn die zur Swatch Group gehörende Uhrenmarke Omega offizieller Zeitnehmer der Olympiade 2014 ist, lohnt es sich, einen Blick auf die Anfänge der Produktion russischer Uhren zu werfen. Manche Exemplare sind heute bei Sammlern heiß begehrt. Und eine russische Uhr erlangte gar Ruhm als erste Uhr im Weltall.

Raketa und Co.

„Höher, schneller, weiter“ ist seit Jahrzehnten das Motto der Olympischen Spiele. Auch zur Olympiade 2014 gilt es für die Sportler aus aller Welt. Es könnte aber genauso auch die Devise russischer Uhrenmarken sein. Schon Namen wie Raketa, Poljot (Flug), Sturmanskie (Navigator) oder Lutsch (Strahl) und die damit verbundenen Attribute symbolisieren die Anforderungen, die an russische Uhren seitens sowjetischer Machthaber gestellt worden sind.

 

Heute lösen die Namen vor allem eines aus – ein Kribbeln bei Uhrenliebhabern auf der ganzen Welt. Russische Uhren genießen einen hohen Stellenwert und sind bei Sammlern sehr beliebt. Aber es ist nicht gerade der Hauch von Luxus, der an ihnen geschätzt wird. Vielmehr sind es die Robustheit und Effizienz, der oftmals als Armeeuhren oder Luftwaffenuhren produzierten Zeitmesser. Das Ziel der russischen Uhrenproduktion ist klar umrissen gewesen: Genauigkeit und Zuverlässigkeit für alle Bürger des sowjetischen Riesenreiches.

 

Russische Uhren erobern das Weltall

Ein besonders ruhmreiches Kapitel in der Geschichte der russischen Uhren wurde am 12. April 1961 aufgeschlagen. Denn mit dem ersten Menschen im Weltall, Juri Gagarin, gelangte auch die erste Uhr in den Orbit. Als Offizier der Luftwaffe ist Gagarin im Besitz einer Sturmanskie-Uhr gewesen, einer Dienstuhr der sowjetischen Armee.

 

Unbeschadet überstand sie den 106 Minuten andauernden Flug ins All. Die weltweite Begeisterung für den Kosmonauten Gagarin und seinen Flug ins All, rühmte auch die Erste Moskauer Uhrenfabrik. Der Betrieb, in dem Gagarins Sturmanskie-Uhr produziert worden ist, wurde kurz danach in Poljot (Flug) umbenannt. Dass eine russische Uhr einmal so einen Erfolg vorweisen kann, war am Anfang der russischen Uhrenproduktion kaum denkbar gewesen. Denn ohne Hilfe konnte der Start nicht vollzogen werden.

 

Russische Uhren mithilfe des Klassenfeindes

Fachleute werden sich vielleicht darüber streiten, welche die beste russische Uhrenmarke sein mag. Die bekannteste Uhr Russlands ist aber die Turmuhr des Spasski-Turm im Kreml – das Postkartenmotiv Moskaus schlechthin. Viele Jahrhunderte steckte im Inneren der Uhr Technik aus England und Holland. Ein deutlicher Verweis auf fehlendes russisches Know-how im Uhrenbau. Auch beim Aufbau einer russischen Uhrenindustrie zeigte sich dies über viele Jahre.

 

Nachdem im 19. Jahrhundert mehrere Versuche, eine eigenständige Produktion, um russische Uhren herzustellen, scheiterten, gab es erst nach dem Sturz des Zaren 1917 einen erfolgversprechenden Vorstoß. Mit dem Beschluss zur Gründung der „Ersten Staatlichen Uhrenfabrik“ aus dem Jahr 1927 war das Ziel klar definiert: Pro Jahr sollten 1,5 Millionen Wanduhren, 400.000 Wecker und 45.000 elektrische Zeitmesser produziert werden. Problem war nur, es fehlte jegliches Wissen und die entsprechenden Maschinen. Eine „Einkaufstour“ und ein angedachter Wissenstransfer in Westeuropa blieben erfolglos, da man sich dort keine unnötige Konkurrenz aufbauen wollte.

 

Unerwartet wendeten sich die kommunistischen Machthaber an den Klassenfeind USA. Und siehe da, dort waren die Berührungsängste nicht so groß. Nach Verhandlungen erwarben die sowjetischen Vertreter zwei Unternehmen – Dueber-Hampden Watch und Ansonia Clock. Diese Unternehmung ging sogar soweit, dass 21 Arbeiter von Dueber-Hampden in Moskau beim Aufbau der „Ersten Moskauer Uhrenfabrik“ behilflich gewesen sind. Die Grundstein war gelegt, viele erfolgreiche Jahre sollten folgen.

 

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