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Linkshänder-Uhren

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Viele Armbanduhren richten sich in puncto Bedienbarkeit nach den Bedürfnissen von Rechtshändern. Linkshänder haben hier oft das Nachsehen. Mittlerweile hat die Uhrenindustrie Abhilfe geschaffen und Linkshänder-Uhren auf den Markt gebracht.

Linkshänder sind eine Minderheit. Zwischen zehn und 15 Prozent der deutschen Bevölkerung sollen Linkshänder sein. Und ohne es genauer erklären zu können, kommen gleich mehrere Studie zu dem Schluss, dass Linkshänder ein erhöhtes Unfallrisiko haben.

 

Vielleicht liegt es ja daran, dass viele Dinge und Gegenstände im Alltag auf die Bedürfnisse der Rechtshänder ausgelegt sind. Man nehme zum Beispiel nur einmal die Uhr. Die gängigste Antwort auf die Frage „Warum trägt man ein Armbanduhr an der linken Hand?“ lautet: Weil hier das Schadenrisiko für die Uhr am geringsten ist.

 

Da nämlich bei allen ausführenden Tätigkeiten vermehrt die rechte Hand im Einsatz ist, sei es bei der Hausarbeit oder etwa beim Heimwerken, würde sich das Risiko erhöhen, die Uhr kaputt zu machen, wenn man sie am rechten Handgelenk trägt. Das leuchtet ein. Und auch macht es Sinn, dass Krone und Drücker vorwiegend rechts am Gehäuse platziert sind. Das Stellen der Uhr, wenn man sie links trägt, ist so ein Kinderspiel.

 

Nun stelle man sich jedoch einen Linkshänder vor. Klar, dieser kann die Uhr auch auf der linken Seite tragen. Er muss sie dann aber mit seiner „schwächeren“ rechten Hand bedienen. Auch der Wechsel an das rechte Handgelenk ist keine Option.

 

Denn durch die Positionierung von Krone und Drückern auf der rechten Gehäuseseite würde das Stellen und Aufziehen der Uhr einem artistischen Akt gleichkommen. Oder übertrieben gesagt, man müsste beim Anblick dessen, wahrscheinlich Angst um den Träger der Uhr haben, dass dieser sich nicht verletzt.

 

Zum Glück hat die Uhrenindustrie schon vor einiger Zeit auf diesen Umstand reagiert und bietet gleich mehrere Lösungen an.

 

 

Bullhead-Uhren: Rechts- & Linkshänder-Uhren

Sie erinnern von ihrem Aussehen her an Stoppuhren oder wie ihr Name schon nahe legt an den Kopf eines Bullen: die Bullhead-Uhren. Das Besondere an diesen Uhrenmodellen ist, dass Krone und Drücker am oberen Gehäuserand angebracht sind und somit von Links- wie Rechtshändern gleich leicht oder schwer zu bedienen sind.

 

Eines der bekanntesten Beispiele ist mit Sicherheit die Omega Seamaster Bullhead. Mit ihrem markanten Gehäuse und der speziellen Zifferblattgestaltung unterscheidet sie sich von allen anderen Uhrenmodellen aus dem Hause Omega. Die erste Seamaster Bullhead von 1969 zählt heute zu den seltensten und begehrtesten Chronographen, die jemals produziert wurden.

 

Bis heute wird die Modellreihe immer wieder neu aufgelegt. So brachte Omega im vergangenen Jahr eine limitierte Omega Bullhead anlässlich der Olympischen Spiele in Rio 2016 auf den Markt. Die auf 316 Exemplare limitierte Edition steht für hohe Zuverlässigkeit und technischer Effizienz auf höchstem Niveau.

 

 

 

Linkshänder-Uhren: Krone und Drücker links

Die spiegelverkehrte Anordnung von Drücker und Krone ist eine andere und weit verbreitete Lösung der Linkshänder-Uhren. Durch das Anbringen der Funktionen an der linken Gehäuseseite ist es für Linkshänder möglich, die Uhr am rechten Handgelenk zu tragen und das Einstellen oder Aufziehen mit ihrer „starken“ Hand zu tätigen.

 

Doch nicht nur für Linkshänder sind solche Spezialuhren inzwischen interessant. So waren Piloten die ersten, die die Vorteile von Linkshänder-Uhren für die Ausübung ihres Berufs erkannten. Aus diesem Grund sind auch spezielle Fliegeruhren auf dem Markt. Ihre links integrierte Krone sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. Ähnlich verhält es sich auch bei Tauchern.

 

Aus technischer Sicht ist solch ein Wechsel der Krone kein Problem. Einzig der Produktionsablauf muss angepasst werden. Denn bei Uhren in einfacher Ausführung würde man das Uhrwerk nur um 180 Grad drehen. Etwas komplexer wird es, wenn eine Uhr mit mehreren Komplikationen ausgestattet werden soll – etwa mit Wochentag, Gangreserve oder Chronograph.

 

Hier blieben zwei Möglichkeiten: Entweder man konstruiert das Kaliber neu oder man ordnet die Anzeigen spiegelverkehrt an. Bei einigen Modellen liegt dann beispielsweise der Stundenzähler bei der Zwölf anstatt bei der Sechs.

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