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Neue Serie: Wie funktioniert die Uhr? Teil 1: Die Gangreserve

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Zum Start unserer neuen Serie ‚Wie funktioniert die Uhr?‘ im Uhrenmagazin auf uhr.de, wollen wir uns mit der Gangreserve und ihrer Anzeige auseinandersetzen.

Aufziehen und Ablaufen

Die Gangreserve ist eine relative Zeitspanne, nämlich die Zeit, die eine mechanische Uhr bis zu ihrem Stillstand läuft. Deutlich gemacht wird dies mittels einer Gangreserveanzeige auf dem Zifferblatt, die die verbleibende Zeit bis zum Stillstand der Uhr angibt bzw. die bereits abgelaufene Zeit seit dem letzten Aufzug abbildet. Gemessen wird das an der Differenz der gesamten zur momentanen Umdrehungszahl der Triebfeder. Sie zeigt somit, wann das Kaliber des Uhrwerkes kraftlos wird und einen Aufzug der Federn bedarf. Im Jahr 1933 wurde zum ersten Mal die Gangreserveanzeige auf einer Armbanduhr vorgestellt, wobei die Ursprünge bereits eher, um ungefähr 1800 festzuhalten sind. Diese Uhr stammte aus dem Hause Breguet.


Anzeige für Präzisionsuhren

Die Gangreserveanzeige ist nicht weniger als eine technische Herausforderung. Im besten Falle arbeitet sie stetig und gleichmäßig, ruckelt nicht und vollführt immer eine gleichgroße Winkelbewegung. Mehrheitlich sind die Gangreserveanzeigen in mechanischen Uhren zu finden. Bei einer Mechanikuhr mit Handaufzug, wie der Maurice Lacroix Masterpiece Lune, ist die Anzeige nahezu unerlässlich, denn nur so weiß der Träger dieses Zeitmessers, wenn es an der Zeit ist, an der Krone zu drehen oder ob der Träger seine Uhr über Nacht vielleicht in einem Uhrenbeweger aufbewahren sollte. Auch bei einer Automatikuhr ist die Gangreserveanzeige ein ästhetischer aber auch praktischer Zusatz auf dem Zifferblatt. Zwar wird die Uhrwerksfeder einer Automatischen Uhr über die Armbewegungen des Trägers aufgezogen. Doch verschiedene Faktoren, wie Temperatur, Luftdruck und Trageweise haben Einfluss auf den Rotor, der den Aufziehmechanismus auslöst. Nicht selten galten die Anzeigen als Beweis für das Funktionieren der Uhren, um auch die Akzeptanz der ersten Automatikuhren in den 1950er Jahren zu stützen.

Maurice Lacroix Masterpiece Lune Rétrograde MP7078-SS001-120 mit Gangreserveanzeige
Maurice Lacroix Masterpiece Lune

 


Optisch und technisch beeindruckend

Die Gangreserveanzeige ist natürlich nicht nur eine beeindruckende technische Komplikation, sondern auch optisch ein echter Hingucker. Zwar ist die Ansicht meist retrograd, die Mechanik ist es jedoch nicht. Denn ein tatsächliches ‚Zurückfliegen‘ liegt hier nicht vor, da die beim Aufziehen gespannte Zugfeder lediglich an Spannung verliert und der Zeiger somit langsam ‚zurückläuft‘. Runde Gangreserveanzeigen funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Gemäß ihrer Funktion wirkt sie bei einer Quarzuhr ein wenig deplatziert. Oftmals ist sie dann eine Attrappe oder gibt, mehr schlecht als recht, den Batteriestatus an. Die durchschnittliche Gangreserve liegt bei 15 Stunden bis eine Woche. Die A. Lange & Söhne 31 verfügt über eine Gangreserve von sage und schreibe 31 Tagen. Heutzutage gilt die Gangreserveanzeige bei Automatikuhren nicht unbedingt als Vertrauensdefizit zum Hersteller, sondern vielmehr als Zeichen technischer Kompetenz und hoher Uhrmacherkunst.

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