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Serie „Wie funktioniert die Uhr?“, Teil 3: Komplikationen bei Uhren

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In unserer Serie „Wie funktioniert die Uhr?“ setze ich mich mit der Thematik Komplikation auseinander. Es ist keine Schande, wenn Sie nicht auf Anhieb wissen, was dieses Wort in Verbindung mit Uhren bedeutet. Der Begriff wird in verschiedenen Bereichen des Lebens verwendet, bei Uhren bedeutet Komplikation etwa eine Zusatzfunktion, die das Uhrwerk leisten muss.

Komplikationen als Qualitätssiegel

Ursprünglich aus dem Lateinischen kommend bedeutet Komplikation soviel wie ‚Komplizierung‘ oder ‚Erschwerung‘. Gebräuchlich ist der Begriff vor allem heute in Zusammenhang mit der Medizin. Da bedeutet Komplikation, dass eine plötzliche Schwierigkeit bei einem chirurgischen Eingriff, also einer Operation, aufgetreten ist. Im Uhrmacherjargon bezieht sich das Wort mit lateinischem Ursprung auf komplexe Uhrwerke. Eine Komplikation ist demnach die anspruchsvolle Verarbeitung der Mechanik, um Besonderheiten bei der Uhr zu fertigen.

 

Tissot Herrenuhr T-Touch Chrono
Tissot T-Touch

 

Schon die Chronographenfunktion, auch als Stoppfunktion bezeichnet, ist eine Komplikation, wobei ein einfache. Bei einem Chronographen, der die Zwischenzeiten stoppen kann, handelt es sich bereits um eine schwierigere Komplikation. Sowohl Quarzuhren als auch mechanische Uhren können beide gleichermaßen über Komplikationen verfügen. Bei Quarzuhren spricht der Uhrmacher jedoch nicht über Komplikationen, sondern über Zusatzfunktionen. Denn bei einer Quarzuhr funktioniert alles elektronisch, wie beispielsweise die Touchfunktion und die Chronographenfunktion bei der T-Touch Herrenuhr von Tissot.


Mechanische Uhren mit Komplikationen

Als Komplikation wird auch die Gangreserve bei mechanischen Uhren bezeichnet. Dabei geht es nicht um die Gangreserve an sich, sondern um die Länge. Durchschnittlich liegt diese bei 15 Stunden bis zu einer Woche. Mit 31 Tagen Gangreserve steht die A. Lange & Söhne 31 an der Spitze. Auch die Mondphasenanzeige ist eine solche Komplikation bei Uhren. Als Zyklus von Neumond zu Neumond wird eine Zeitspanne von 29,5 Tagen errechnet und diese Anzahl summiert. Aus dieser Rechnung geht dann ein Zahnrad mit 59 Zähnen hervor, auf dem oberhalb der Mond in seinen verschiedenen Phasen abgebildet ist. Eine weitere beliebte Komplikation ist der ewige Kalender. Neben dem Wechsel der Anzahl der Tage bei den Monaten verfügt diese Funktion auch über die Schaltjahre. Bei der Mondphasenanzeige und dem ewigen Kalender handelt es sich um Unregelmäßigkeiten. Genau darin liegt die Schwierigkeit, denn eine Komplikation ist Teil des Uhrwerkes, welches sich von Regelmäßigkeiten bedingt.


Die Grande Complication

Die Grande Complication beschreibt einerseits die Funktionen einer mechanischen Uhr, kann aber gleichzeitig auch als Name für eine spezielle Uhr dienen. Sehr wenige Exemplare einer Grande Complication werden gefertigt. Massenware ist gar unmöglich. Eine Grande Complication ist das Kunstwerk, welches nicht nur von einem Uhrmacher, sondern von einen ganzen Spitzenteam an Entwicklern, Fertigern und Designern hergestellt werden muss. Für die jeweilige Uhrenmarke bedeutet das eine Mammutaufgabe.

Jahrelange Versuche und Entwicklungsphasen stehen einer Fertigung einer einzigen Grande Complication Uhr bevor. Dann werden sie meist nur in limitierter Stückzahl verkauft. Marken wie A . Lange & Söhne oder IWC und Pateck Phillip fertigen solche Uhren. In einer Grande Complication stecken ein goldenes Herz, welches mehrere Komplikationen vereint: der ewige Kalender, die ewige Mondphase, die Chronographenfunktion, eine hohe Gangreserve, die Rattrapante und eine Minutenrepetition. Solch eine Uhr ist sozusagen die Grand Dame der Zeitmesser.

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