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Serie „Wie funktioniert die Uhr?“, Teil 4: Die Mondphasenanzeige

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In dem vierten Teil unserer Serie „Wie funktioniert die Uhr“ rückt die Mondphasenanzeige in den Mittelpunkt meiner Betrachtungen. Die Mondphasenanzeige ist eine Komplikation bei mechanischen Uhren, kann aber auch als Zusatzfunktion bei Quarzuhren erscheinen. Was eine Mondphasenanzeige ausmacht und wie sie funktioniert, erkläre ich Ihnen in diesem Teil.

Mysterium Mond

Der Mond als Mysterium wird schon seit Jahrtausenden von den Menschen beobachtet. Ein Mondkalender bestimmt die besten Zeiten in allen Lebenslagen des Menschen. So gibt es eine beste Zeit für Bepflanzungen, das Schneiden der Haare, ja sogar für Operationen.

 

Seit jeher glauben die Menschen an die Kraft des Mondes. Und es stimmt auch, dass dieser Himmelskörper, der der Erde am nächsten ist, eine so starke Anziehungskraft auf die Erde ausübt, dass er die Regelmäßigkeiten und Naturerscheinungen wie Ebbe und Flut beeinflusst. Durch diese unheimliche Anziehungskraft werden nicht nur Wasser-, sondern auch Landmassen bewegt. Als zeitlicher Indikator ist der Mond in der Nacht am besten zu sehen. Da wird er von der Sonne angestrahlt.

 

Wir auf der Erde sehen immer nur die eine Hälfte des Mondes. Früher dachte man, dass es einen Mann im Mond gibt, der den Lichtschalter an- und ausknipst. Auch in Kindergeschichten und Erzählungen ist oft die Rede vom Mann im Mond.

 


Ein himmlischer Begleiter

Bei so großem Interesse an dem steinigen Himmelskörper und seinen verschiedenen Phasen wundert es nicht, dass die Mondphasen schon bald als Komplikation bei mechanischen Uhren auftreten. Als Grundlage für die Anzeige ist die Zeitspanne einer einzelnen Mondphase von Bedeutung.

 

Das Durchlaufen einer Umlaufphase von Neumond zu Neumond wird als synodischer Umlauf oder Lunation bezeichnet. Der Mond benötigt genau 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden, um vom Neumond zum Neumond zu wandern. Das entspricht einer Tageszeit von 29,53 Tagen.

 

Während des Durchlaufens der Lunation wechselt der Mond seine Position zwischen Erde und Sonne. Zu Beginn wird die für die Erde nicht sichtbare Hälfte des Mondes angestrahlt, er erscheint uns dunkel und unbeleuchtet. Das ist der Neumond. Beim Drehen um die Erde wächst langsam die Sichel des Mondes, weil für uns nun die von der Sonne angestrahlten Bereiche des Mondes sichtbar werden.

 

Beim Vollmond steht der Mond dann vollkommen im Licht der Sonne und erscheint uns auf der Erde als Vollmond. Das Weiterwandern des Mondes bewirkt wieder eine Abnahme der sichtbaren Teile bis hin zum Neumond. Da steht der Mond wieder im Schatten der Sonne. Auf der Mondphasenanzeige einer mechanischen Uhr wird diese komplexe und zeitlich genaue Umlauf auf einer Scheibe dargestellt.

 

 

Die Komplikation der Mondphasenanzeige

 

Maurice Lacroix Masterpiece Lune Rétrograde Mondphase
Maurice Lacroix Herrenuhr
Maurice Lacroix Les Classiques Mondphase weiß Leder
Maurice Lacroix Damenuhr

Für die Mondphasenanzeige auf einer mechanischen Uhr wird eine Zeitspanne von ungefähr 29,5 Tagen angenommen. Diese Zeitspanne wird bei klassischen Mondphasenanzeigen verdoppelt und gibt die Anzahl der Zahnräder an. Zu sehen auf der Anzeige sind immer nur die Phasen des beleuchteten Mondes.

 

Innerhalb von zwei Monaten dreht sich die Scheibe einmal um ihre eigene Achse, weicht dabei aber um die 44 Minuten ab. Die erste Armbanduhr mit Mondphasenanzeige wurde 1921 von Audemars Piguet hergestellt. Von Audemars Piguet stammt auch eine mechanische Uhr, die 122 Jahre und 44 Tage lang korrekt die Mondphase anzeigt.

 

Ermöglicht wird das durch die hochwertige und präzise Verarbeitung der Zahnräder sowie die technische Übersetzung durch 135 Zahnräder. Auch die Darstellung der Mondphase variiert von Hersteller zu Hersteller. Klassische Mondphasenanzeigen zeigen nur den Mond der jeweiligen Hämisphäre an.

 

Es gibt auch Anzeigen, die Nord- und Südhalbkugel verbildlichen. Verspielte Anzeigen sind genauso zu finden wie moderne Anzeigen. Die Damenuhr von Maurice Lacroix aus der Les Classiques Kollektion zeigt die Mondphasen klassisch aber dennoch modern in Gold auf anthrazitfarbenem Untergrund.

 

Wie Sie die Mondphase ganz leicht einstellen, lesen Sie hier.

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