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Wie funktioniert die Uhr? Der Antrieb

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Bereits in meinem letzten Beitrag zur Hemmung in der Reihe „Wie funktioniert die Uhr?“ habe ich Ihnen eine der drei wesentlichen Funktionsgruppen eines Uhrwerkes näher gebracht. Heute nun möchte ich in meinem Artikel im Magazin von Uhr.de den Blick ins Innere einer Uhr weiter vertiefen und den Teil genauer beleuchten, der dafür sorgt, dass das Uhrwerk mit Energie versorgt wird: der Antrieb.

Der Antrieb einer Uhr

Im Wesentlichen besteht das mechanische Uhrwerk aus drei Baugruppen: der Hemmung, die für einen gleichmäßigen Ablauf der Uhr sorgt, dem Räderwerk, welches die Kraft gleichmäßig verteilt und eben dem Antrieb, der alles erst zum Laufen bringt. Und zwar dadurch, dass er die Energie, die für den Gang einer Uhr benötigt wird, bereitstellt.

Bei mechanischen Uhren, auf die ich mich in dieser Folge beziehen möchte, werden als Antriebsorgane Gewichte oder Federn benutzt, ganz im Gegenteil zu elektrischen Uhren, wo ein Magnetfeld für den Antrieb sorgt. Im Falle der klassischen mechanischen Armbanduhr muss jedoch eine weitere Differenzierung in Uhren mit Handaufzug und Uhren mit Automatikwerken erfolgen.

 

Der Gewichtszug

Bei dem Bau erster mechanischer Uhren kam der Gewichtszug als Antrieb zum Einsatz. In Kirchenuhren oder in Bodenstanduhren wurde er als einfache, aber sehr verlässliche Antriebsform verwendet. Das Prinzip ist leicht erklärt: An einer Kette oder einem Seil hängt ein Gewicht, welche über ein Kettenrad oder eine Umlenkrolle die Kraft auf das Räderwerk weitergibt. Durch den Zug des Gewichtes werden die Räder in Gang gesetzt.

Damit nach dem Aufziehen die Kette oder das Seil mit dem Gewicht nicht zurücklaufen, ist ein Gesperr eingebaut, welches dies verhindert. Heute noch wird diese Technik verwendet. Das beste Beispiel dafür ist die Schwarzwälder Kuckucksuhr.Die Vorteile von Uhren mit einem Gewichtszug sind ihre Langlebigkeit und die konstante antreibende Kraft. Der Nachteil ist jedoch, dass dieses Antriebsmodell für Uhren im Kleinformat wahrlich ungeeignet ist.

 

Der Federzug

Schon seit dem 16. Jahrhundert wird der Federzug verwendet. Er ist auch die entscheidende Entwicklung, die es möglich machte, Uhren in Kleinformaten herzustellen. Der Antrieb der Uhren erfolgt über die Feder, ein in Spiralform gewundenes Stahlband, welches in der Regel im Federhaus untergebracht ist. Durch Aufziehen oder Spannen der Feder – beim Handaufzug durch das Drehen der Krone – wird diese um den Federkern gewickelt. Entspannt sich die Feder nun, gibt sie Energie ab, die über das Räderwerk an die Hemmung weitergegeben wird. Da eine gespannte Feder im Normalfall so schnell wie möglich versuchen würde, sich zu entspannen, also die Energie abzugeben, ist in dieser Mechanik ein Speerkreuz eingebaut, welches dies verhindert und einen gleichmäßigen Energiefluss gewährleistet.

 

Bruno Söhnle Uhr 17-12137-773 mit schwarzem Lederarmband und Zifferblatt
Bruno Söhnle Uhr

 

Viele von Ihnen kommt vielleicht das hier beschriebene System bekannt vor, weil Sie selbst einmal eine Uhr besaßen, die Sie immer aufziehen mussten. Heutzutage hat sich das Antriebssystem mechanischer Uhren zwar nicht grundsätzlich geändert, aber Uhren mit Handaufzug finden sich nur noch selten. Denn viel gebräuchlicher ist die Verwendung eines Automatikwerkes. Im Onlineshop von Uhr.de haben wir eine ganze Reihe von Uhren mit Automatikwerken – zum Beispiel die formschöne Bruno Söhnle Legato . Wie aber ein Automatikwerk genau funktioniert und was es so besonders macht, dazu mehr in meinem nächsten Beitrag von „Wie funktioniert die Uhr?“.

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