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Wie funktioniert die Uhr? Der Ewige Kalender

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Der Ewige Kalender bildet die Spitze der feinen Uhrmacherei. Als König der Kalendarien erlaubt diese Komplikation ohne manuelle Korrektur die korrekte Anzeige von Datum, Monat und Wochentag bis ins Jahr 2100.

Als Uhrmacher gibt es natürlich Zeitmesser, die auch mir den Atem verschlagen, bei deren Anblick ich förmlich ins Schwärmen gerate. Dies aber nicht nur, weil Sie vom Design her sehr ansprechend sind, sondern auch weil die uhrmacherische Leistung so atemberaubend ist. Zu solchen Uhren gehören auf jeden Fall diejenigen, die über Ewige Kalender verfügen.

 

Grundsätzlich werden als Ewiger Kalender Uhren bezeichnet, die den Tag, das Datum, den Monat und bisweilen auch die Mondphase sowie das Jahr anzeigen. Dabei fügen sie selbstständig in Schaltjahren den 29. Februar hinzu. Und all dies fehlerfrei bis in das Jahr 2100.

 

Bedenken Sie bitte, wir sprechen hier nicht von Digitaluhren, bei denen dies durch vorherige Programmierung einem Kinderspiel gleichkommt. Die Rede ist von mechanischen Uhren, bei denen nur mit Hilfe von Zahnrädern, Spiralen und Federn die Herausforderungen eines Kalenders gemeistert werden:

 

Das heißt der stetige Wechsel zwischen 28, 30 oder 31 Tagen oder aller vier Jahre die Berücksichtigung des 29. Februars. Aus diesem Grund gehört der Ewige Kalender gemeinsam mit der Minutenrepetition und dem Tourbillon zu den sogenannten „Großen Komplikationen“.

 

Jedoch sind nur wenige Uhrenhersteller überhaupt in der Lage solche Meisterwerke zu fertigen. Exklusive Marken wie Audemars Piguet, IWC Schaffhausen oder Jaeger-LeCoultre führen solch extravagante Zeitmesser in ihrem Sortiment.

 

 

Der Ruhm als erstes diese Komplikation in eine Armbanduhr integriert zu haben, gebührt jedoch Patek Philippe. Im Jahr 1925 stellte die Schweizer Uhrenschmiede erstmals ein jenes Wunderwerk der Uhrmacherkunst vor.

 

 

Ewiger Kalender nicht unendlich

Aber das „Ewig“ im Ewigen Kalender bedeutet nicht unendlich. Denn so erlauben Uhren mit einer solchen Komplikation die genaue Angabe von Datum und Wochentag nur bis zum Jahr 2100. Grund dafür ist der Gregorianische Kalender.

 

Papst Gregor XIII initiierte diesen im Jahr 1582 und er gilt bis heute. Extra eingeführte Schaltregeln sollen Kalenderabweichungen entgegen wirken: So sollten etwa nur noch diejenigen Jahre am Ende eines Jahrhunderts Schaltjahre sein, die sich durch 400 teilen ließen. Im Jahr 2100 ist dies nicht der Fall.

 

Doch nicht nur auf dieses „Ablaufdatum“ wäre zu achten, wenn man sich für einen Ewigen Kalender entscheidet. Viel wichtiger ist die richtige Handhabung. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass diese Uhr nie stillsteht. Eine Anschaffung eines Uhrenbewegers ist ratsam. Passiert es dennoch, dass die Uhr stehen bleibt und das Datum verstellt werden muss, ist auf Folgendes zu achten:

 

Generell muss jeder verstrichene Tag manuell nachgestellt werden. Es reicht also nicht nur die Datumsscheibe zu korrigieren. Außerdem sollte das Einstellen des Datums nie in der Zeit zwischen 23 und 1 Uhr passieren. In diesem Zeitfenster beginnt das Uhrwerk in der Regel Tag, Datum und Monat auf den nächsten Tag zu wechseln. Es könnte somit zu Beschädigungen der komplizierten Mechanik kommen.

 

 

Was sind Komplikationen?

Der Ausdruck Komplikation bezeichnet in der Uhrmacherei jede weitere Zeitfunktion, die über die Anzeige der Stunden, Minuten und Sekunden hinausgeht. Dabei wird in zwei Kategorien dieser „komplizierten Uhren“ unterschieden.

 

Zum einen wären da die Uhren mit einer oder mehreren Anzeigen wie der Gangreserveanzeige, dem Jahreskalender, zwei oder mehrere Zeitzonen (Weltzeit). Und zum anderen die Uhren der Kategorie „Große Komplikationen“.

 

Dazu gehören Uhren wie Chronometer mit Tourbillon und 10 Tagen Gangreserve, mit astronomischen Funktionen wie ein Ewiger Kalender mit Mondphasen, der Ewige Kalender mit retrogradem Datum (Rücklauf-Datumszeiger) oder der Minutenrepetition.

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