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Wie funktioniert die Uhr? Die Drehlünette

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Die drehbare Lünette ist viel mehr als nur die sportlich-optische Aufwertung einer Uhr. Sie bietet je nach Uhrentypen unterschiedliche Zusatzfunktionen. Im neuesten Beitrag zu „Wie funktioniert die Uhr?“ werden diese vorgestellt.

Der „kleine Mond“, so der französische Wortursprung der Lünette, lässt jede Uhr in einem besonderen Antlitz erscheinen. Viele meiner Kunden meinen sogar, erst eine Lünette verleiht dem Zeitmesser das gewisse Etwas. Dabei hat dieser zifferblattseitig montierte Ring viel mehr zu bieten als nur die optischen Reize.

 

Denn die Drehlünette stellt aus der Sicht des Uhrmachers zwar keine werktechnische Komplikation an sich dar, dennoch zählt sie zu den wichtigen Zusatzfunktionen, die eine Uhr zu bieten hat. Als solche findet die Drehlünette bei unterschiedlichen Uhrentypen Verwendung. In meinem heutigen Beitrag von „Wie funktioniert die Uhr?“ möchte ich auf diese Typen näher eingehen.

 

 

Die Drehlünette mit Tachymeterskala

Erinnern Sie sich noch an Ihren Physikunterricht? Dann ist Ihnen die Formel Geschwindigkeit = Weg / Zeit auf jeden Fall bekannt. Manch ein Uhrenliebhaber weiß gar nicht, dass er genau daran erinnert wird, wenn er auf seine Uhr mit drehbarer Lünette blickt. Denn viele Drehlünetten sind mit einer Tachymeterskala ausgestattet. Dumm nur, dass eben sehr viele gar nicht wissen, welche Zusatzfunktion diese Skala bietet.

 

Mithilfe der Tachymeterskala kann man nämlich die Geschwindigkeit ablesen. Bei einer bekannten Streckenlänge lässt sich aus dem Weg, den der Sekundenzeiger zurückgelegt hat, schlussfolgern, wie hoch das Durchschnittstempo gewesen ist.

 

Nicht verwechseln sollte man die Tachymeterskala aber mit einer Rechenschieber-Lünette. Wie bei einer Rechenscheibe ist letztere mit einer logarithmischen Teilung versehen. Mit ihr lassen sich Rechenvorgänge wie Multiplikation oder Division durchführen.

 

 

Die Drehlünette bei Fliegeruhren

Man mag es kaum glauben, dass in der heutigen volltechnisierten Welt Piloten immer noch auf Fliegeruhren schwören. Doch so ist es. Gerade Piloten, die auf Sicht fliegen, setzen Fliegeruhren mit drehbarer Lünette ein. Anders als bei Taucheruhren etwa ist Drehlünette hier in beide Seiten beweglich.

 

Als zusätzliche Navigationshilfe setzt man sie folgendermaßen ein: Beim Start muss der Nullpunkt auf den Minutenzeiger ausgerichtet werden, damit die Flugminuten gezählt werden können. Wenn eine geplante Flugroute etwa nach einer gewissen Zeit eine Richtungsänderung vorsieht, lässt sich auf der Drehlünette nachvollziehen, wann es Zeit ist, nach der entsprechenden Anhaltspunkt Ausschau zu halten.

 

 

Die Drehlünette bei Taucheruhren

Eine lebenswichtige Funktion bekommt die Drehlünette bei Taucheruhren. So lässt sich mit ihrer Hilfe die exakte Tauchzeit bestimmen.

 

Storm Aqua-Pro Titanium 47281/TN grau Taucheruhr
Taucheruhr

Unmittelbar vor dem Tauchgang muss das Dreieck, also die Position der 60. Minute,  auf der Drehlünette auf den Minutenzeiger gestellt werden. Dieser zeigt dann auf der Skalierung die vergangene Tauchzeit an. Bei einer richtigen Taucheruhr ist die Drehlünette nur entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn zu bedienen.

 

Dies hat den Vorteil, dass sie nicht unbeabsichtigt verstellt werden kann und es zu Missverständnissen kommt, was die Tauchzeit und damit auch den verbleibenden Sauerstoff angeht.

 

Außerdem sollte die Drehlünette bei einer Taucheruhr gut ablesbar und gut griffig sein, damit sie ohne Probleme auch bei schlechter Sicht und mit Neoprenhandschuhen bedient werden kann.

 

Da ihr gerade beim Tauchen eine so große Bedeutung zukommt, ist die Lünette Bestandteil der Industrienorm für Taucheruhren, welche genau bestimmt, unter welchen Bedingungen eine Taucheruhr auch als Taucheruhr eingesetzt werden kann.

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