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Wie funktioniert die Uhr? Die Hemmung

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Für viele Uhrenliebhaber, die im Onlineshop von UHR.DE eine Uhr erwerben, ist eine mechanische Uhr immer noch das Größte. Warum? Weil hier feinmechanisch, hoch präzise hergestellte Einzelteile zu einem funktionierenden Ganzen zusammengesetzt werden. Es ist die Faszination, wie ein Rädchen in das andere greift, welche viele Menschen dabei begeistert. Im heutigen Beitrag meiner Reihe „Wie funktioniert die Uhr?“ möchte ich deshalb das Bauteil einer mechanischen Uhr in den Mittelpunkt rücken, ohne welches ein geregelter Ablauf im Inneren der Uhr nicht möglich wäre: die Hemmung.

Die Hemmung bringt die Uhr zum Laufen

Fragt man Jung oder Alt, welches Geräusch sie mit einer Uhr in erster Linie assoziieren, wird die Antwort mit Bestimmtheit lauten: „Tick Tack, Tick Tack“. Aber nur die wenigsten Menschen wissen, welches Bauteil einer mechanischen Uhr für dieses Geräusch verantwortlich ist. Das ist nämlich die Hemmung.

Im Grunde genommen ist sie das Herz der Uhr, die zentrale Komponente, die dem Uhrwerk das Leben einhaucht. Denn damit Uhren überhaupt geregelt und gleichmäßig ablaufen, muss die Antriebskraft regelrecht in Zaum gehalten werden. Einfach gesagt: Die Hemmung verhindert, dass sich die Aufzugsfeder mit einmal mal entspannt oder das Aufzugsgewicht zu Boden fällt. Die Hemmung sorgt auch dafür, dass das Unruh oder Pendel gleichmäßig schwingen und sich das Räderwerk gleichförmig bewegt. Würde es diese Art der Hemmung nicht geben, würden Räder- und Zeigerwerk im wahrsten Sinne des Wortes „durchdrehen“.

Im Laufe der Uhrengeschichte sind bis heute ungefähr 250 verschiedene Hemmungskonstruktionen entwickelt worden. Durch Konstruktion und Funktionsweise werde diese in drei Hauptgruppen unterteilt: rückführende, ruhende und freie Hemmung. Da die Schweizer Ankerhemmung heute die am häufigsten verwendete Kleinuhrenhemmung ist, möchte ich Ihnen an dieser kurz das Wirkprinzip der Hemmung erklären.

 

Die Hemmung macht Tick Tack

Pünktlichkeit kann eine Uhr nur dann gewährleisten, wenn sie ganggenau und einwandfrei funktioniert. So werden als Zeitgeber beispielsweise in einer mechanischen Armbanduhr die Schwingungen einer Feder genutzt. Im Federhaus eingebettet, ist sie der Energiespeicher der Uhr und gibt die Energie an das Minutenrad oder das Stundenrad weiter. Damit dies jedoch gleichmäßig passiert und die Energie nicht auf einem Schlag verloren geht, bedarf es der Hemmung, welche im Grunde aus drei Bauteilen – Ankerrad, Anker und Unruh – besteht.

Nachdem also die Uhr aufgezogen und somit die Feder gespannt wurde, gewährleistet das mit der Feder verbundene Ankerrad, ein spezielles Zahnrad, dass diese nur stückweise die Energie abgeben kann. Denn am Ankerrad greift jeweils ein Arm des wie eine Zange geformten Ankers in einen Zahn des Ankerrades und bremst so die Bewegung. Dabei wird der Anker einerseits durch die Feder (Hinbewegung) andererseits durch die Unruh (Zurückbewegung) angetrieben. Durch dieses gleichmäßige Stoppen und Weitergeben der Bewegung kann sich das Ankerrad bei jeder Bewegung des Ankers immer nur um ein Stück fortbewegen. Und außerdem: Durch dieses gleichmäßige Hin und Her-Bewegen des Ankers und das Einhaken in das Ankerrad entsteht das typische „Tick Tack“-Geräusch, welches alle Welt kennt und liebt.

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