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Wie funktioniert die Uhr? Die verschraubte Krone

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In der Badesaison interessieren sich die Menschen für die Wasserdichtheit von Uhren. Doch wovon ist diese abhängig? Die verschraubte Krone erweist sich als ein entscheidendes Bauteil. Grund genug, die Funktionsweise näher zu erklären.

Der größte Feind einer Uhr ist das Wasser. Gerade in der Urlaubssaison müssen dies Uhrenträger immer wieder schmerzlich erfahren. In der Vergangenheit habe ich mich an dieser Stelle deshalb wiederholt mit dem Thema Wasserdichtigkeit beschäftigt.

 

Doch die Klassifizierungen der Wasserdichtigkeit sind das Eine. Entscheidender ist die Frage, wie man eigentlich eine Uhr wasserdicht bekommt. Gerade bei mechanischen Uhren oder Automatikuhren ist dies ein spannendes Thema. Ganz wichtig ist hierbei die verschraubte Krone.

 

In meinen heutigen Beitrag zu meiner Uhrenserie „Wie funktioniert die Uhr?“ möchte ich mich deshalb mit diesem Bauteil, seiner Funktionsweise sowie den unterschiedlichen Ausprägungen auseinandersetzen.

 

 

Die verschraubte Krone

Seit es Uhren gibt, schlagen sich die Uhrenträger mit dem Problem herum, dass Wasser in die Uhr eindringen kann und diese schwer beschädigt. Als Achillesferse einer jeden Uhr erweist sich dabei die Krone.

 

Aus diesem Grund wurde schon vor einem guten Jahrhundert das Prinzip der verschraubten Krone erfunden. Erstmals wurde das Prinzip 1926 von Rolex zum Einsatz gebracht. Aber auch Bruno Söhnle setzt beispielsweise auf die verschraubte Krone.

 

Das Wirkprinzip ist schnell erklärt: Wird die Krone verschraubt, presst sich ein an der Innenseite der Krone befindlicher Dichtungsring an das Gehäuse und dichtet es ab. Ein Schutz vor Feuchtigkeit als auch vor Staub ist somit gewährleistet.

 

Ist man im Besitz einer Uhr mit verschraubter Krone, gibt es jedoch einiges zu beachten. Die Krone wird durch das Andrücken und gleichzeitiges nach rechts drehen verschraubt. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass dies nicht mit übermäßiger Krafteinwirkung geschieht, da man ansonsten das Gewinde beschädigt.

 

Zum Lösen der Krone dreht man sie in Linksrichtung. Lässt sich die Krone ganz leicht bewegen, ist sie geöffnet und man kann die Uhr stellen. Aber außer der verschraubten Krone gibt es noch weitere Sicherungen, die in der Uhrenherstellung Anwendung finden oder fanden.

 

 

Umgekehrt verschraubte Krone

Eine ganz besondere Variante der verschraubten Krone stellte der Uhrenhersteller Omega im Jahr 1970 vor: die Seamaster Professional 600, die sogenannte „Ploprof“ (abgeleitet von plongeur professionnel, der französischen Bezeichnung für „professioneller Taucher“).

 

Insbesondere unter Tauchsportlern genießt dieses legendäre Modell einen außerordentlichen Ruf. Sie gehört zu den robustesten und seetauglichsten Taucheruhren, die je gefertigt wurden.

 

Mit der verschraubten, durch einen Schutzbügel gesicherten Krone bei 9 Uhr Position, wird dem Handgelenk mehr Bewegungsfreiheit gegeben, gleichzeitig ist die Krone vor einer unbeabsichtigten Verstellung geschützt.

 

2009 präsentierte OMEGA eine vollständig überarbeitete Version ihrer weltbekannten Seamaster Professional.

 

 

Die abgedichtete Krone

Bei der abgedichteten Krone handelt es sich um eine herkömmliche Krone, die mit ein oder zwei Dichtungsringen gegen Wasser geschützt ist. Diese Lösung ist nicht unbedingt weniger wasserdicht als eine verschraubte Krone, jedoch ist die verschraubte Krone durch ihre Verschraubung gegen ein unbeabsichtigtes Verstellen der Uhr geschützt.

 

 

Verschraubte Krone – Kronenkappe und Kronenbügel

Der Wunsch nach einem noch besseren Schutz der Uhren führte im Laufe der Zeit zu ganz ungewöhnlichen Lösungsansätzen. Bereits im Zweiten Weltkrieg kamen für Militärangehörige Uhren mit sogenannten Kronenkappen auf den Markt. Die Kappen waren im Prinzip verschraubbare Deckel.

 

Am Uhrgehäuse befestigt, konnten sie über die Krone gesetzt und dann verschraubt werden. Wegen ihrer eingeschränkten Bedienbarkeit erwiesen sich diese Modelle mit Kronenkappe nur als wenig massentauglich.

 

Ganz ähnlich sieht es auch bei Uhren mit Kronenbügel aus. Auch diese Erfindung der Firma Panerai hat sich auf dem Massenmarkt nicht durchgesetzt, endwickelte sich jedoch zu einem Markenzeichen der Uhrenschmiede.

 

1942 erdacht, zeichnet die Uhren mit Kronenbügel ein Schutzbügel um die Krone aus. Dieser, über der Krone festgestellt, drückt die Krone fest in die Dichtung, womit eine extrem hohe Wasserdichtheit erreicht werden kann – bei manchen Modellen gar bis zu 2500 Meter.

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