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Wie funktioniert die Uhr? Gehäusematerialien und deren Beschichtungen Teil 1

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Immanuel Kant meinte, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt. Als Uhrmacher bin ich dennoch überrascht, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können. Denn ich kann Ihnen sagen, gerade über das Aussehen und die verwendeten Materialien bei Uhren kann man trefflich diskutieren. Der eine bevorzugt Uhren aus Edelstahl mit Kunststoffbeschichtung, ein anderer mag es luxuriöser und favorisiert den Zeitmesser aus Platin und die Frau von Welt trägt nur eine Keramik Damenuhr.Da lohnt es sich also, in einem neuen Beitrag meiner Serie „Wie funktioniert die Uhr?“ einen Einblick in den Bereich „Gehäusematerialien und deren Beschichtung“ zu geben.

Roségold ist Trend und Gehäuse aus Edelstahl sind weit verbreitet

Daniel Wellington Uhr 0102dw mit Gehäuse in Roségold und Armband in Rot,Blau und Weiß
Daniel Wellington Uhr

 

Im Sommer konnte man in diversen Lifestyle-Magazinen lesen, dass gerade bei Männern die klassische Herrenuhr Roségold voll im Trend liegt. Und richtig, viele Uhrenhersteller stellten sich auf diesen Trend ein. Die Daniel Wellington Classic Canterbury Herrenuhr aus dem Onlineshop von UHR.DE ist etwa ein wunderschönes Beispiel dafür. Doch anders als man auf den ersten Blick meinen möge, erkennt man bei näherer Betrachtung, dass hier mehr Schein als Sein im Spiel ist. Denn nur in den wenigsten Fällen besteht eine solche Uhr komplett aus Roségold. Zum einen ist dies natürlich eine Kostenfrage, zum anderen ist Gold ein sehr weiches Metall und eignet sich nur bedingt für die Uhrenherstellung.

In Wahrheit handelt es sich in den meisten Fällen nur um eine Beschichtung aus Roségold, welche auf das eigentliche Edelstahlgehäuse aufgebracht wird.Heutzutage besteht die Mehrzahl aller Gehäuse aus Edelstahl. Er ist kostengünstig, widerstandsfähig und gut zu bearbeiten. Grundlage für den Edelstahl ist Eisen, welches in einem speziellen Verfahren, in dem der Kohlenstoffgehalt verringert und Begleitstoffe wie z.B Phosphor und Schwefel entfernt werden, veredelt wird. Als Edelstahl bezeichnet man jenen Stahl, der einen besonders hohen Reinheitsgrad besitzt.

 

Uhrengehäuse mit Kunststoffbeschichtungen

Timex Uhr T2N700CC mit braunem lederarmband und schwarzem Zifferblatt
Timex Uhr

 

Ein Uhrengehäuse aus Edelstahl lässt sich aber nicht nur durch andere Metalle verschönern. Ganz vielfältig haben sich in diesem Bereich die Möglichkeiten in den letzten Jahrzehnten entwickelt. So werden u.a. auch Herren- und Damenuhren hergestellt, deren Gehäuse mit Farbschichten oder Kunststoffen veredelt werden. Unter dem Oberbegriff PVD (Physical Vapour Deposition) werden all diese Verfahren zusammengefasst, die dem Aufbringen von dünnen Hartstoffschichten dienen. Das Beschichtungsmaterial wird durch Verdampfen auf das Gehäuse aufgebracht und führt einerseits zu einer deutlichen Erhöhung der Oberflächenhärte, andererseits bietet es Abwechslung  im ästhetischen Bereich. So erhält eine Uhr wie die Timex Fly-back Chrono durch das PVD-Verfahren etwa ihren matt glänzenden Look.

 

Keramikuhren – robuste Eleganz gibt hier den Ton an

Bruno Söhnle Uhr 17-73102-242 mit Gehäuse in Silber und Schwarz
Bruno Söhnle Uhr

 

Doch Edelstahl ist nicht das einzige Material oder Metall, welches bei der Herstellung von Uhrengehäusen verwendet wird. Viele meiner Kunden bevorzugen etwa auch Uhren aus Titan oder Platin. Besonders elegant und auch bei Damen sehr beliebt sind jedoch Keramikuhren. Wer hierbei an brüchigen Ton oder empfindliches Porzellan denkt, liegt aber vollkommen falsch. Ganz im Gegenteil: Technische Keramik, die aus Zirkoniumoxid oder Titankarbid-Pulver besteht, gehört zu den härtesten Werkstoffen überhaupt. Außerdem ist sie korrosionsbeständig, elektrisch nicht leitend und biokompatibel. Und nicht zu vergessen, Keramikuhren haben das gewisse Etwas. In meinen Augenist die Bruno Söhnle Algebra II ein besonders extravagantes Modelle, das beweist, dass Keramikuhren für pure Eleganz stehen.Über weitere Gehäusematerialien informiere ich Sie beim nächsten Mal.

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