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Wie funktioniert die Uhr? Smartwatches – Die nächste große Uhrenkrise?

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Seit es die Smartwatch gibt, wird im Uhrensektor immer wieder die nächste Quarzkrise heraufbeschworen. Gerade versetzt die Apple Watch den Markt in Aufruhr. Kommt die Smartwatch-Krise wirklich, würde sie die Hersteller ganz unterschiedlich treffen.

Menschen, die für Apple Produkte Schlange stehen – dieses Bild kennt man. Freudige Apple-Jünger wie auch die bangen Blicke der Konkurrenz sind dem amerikanischen Technologiekonzern bei der Vorstellung neuer Produkte immer sicher. Mit der Einführung der Apple Watch wird nun jedoch ein ganze Branche in Aufruhr versetzt, die bisher noch nicht in Konkurrenz mit Apple stand: die Uhrenindustrie.

Spätestens seit dem Apple vor einem guten Monat damit begonnen hat, hierzulande sein neuestes Produkt – die Apple Watch – an den Mann zu bringen, sind die sogenannten Smartwatches wieder in aller Munde. Und schon hört man auch die ersten Kritiker, die der Uhrenbranche die nächste Quarzkrise prophezeien. Rückblick: Als in den 1970er Jahren billige japanische Quarzuhren den weltweiten Uhrenmarkt regelrecht fluteten, trieb dies viele – gerade Schweizer – Hersteller klassischer mechanischer Uhren in den Ruin. Ein ganzer Markt drohte zu verschwinden. Erst die Entwicklung der knallig-bunten Swatch Uhren durch Nicolaus Hayek half insbesondere der Schweizer Uhrenindustrie aus der Krise.

 

Abhängig vom Erfolg der Apple Watch

Parallelen zur Quarzkrise von einst lassen sich in der heutigen Debatte um die Smartwatch und deren Auswirkungen auf die Uhrenindustrie nicht leugnen. Auch damals kam eine neue Technologie auf den Markt, mit der man erst einmal lernen musste, umzugehen. Jedoch sehen viele Hersteller die Smartwatch nicht als direkten Konkurrenten. Der Swatch-Chef Nick Hayek erblickt darin eine Art „Mini-Smartphone am Handgelenk“, die einen völlig anderen Markt bedienen.

Gerade deshalb ist man sich in der Uhrenfachwelt nach wie vor uneins darüber, wie die weitere Entwicklung von statten geht und welche Auswirkung sie haben wird. Viel hängt tatsächlich vom Erfolg der Apple Watch ab.

Setzt diese sich durch, wird es unweigerlich weitere Forschung und Innovation in dem Bereich geben. Wenn nicht, kann es sein, dass die Smartwatch eine Modeerscheinung bleiben wird. Apple hält sich mit Erfolgsmeldungen in Bezug auf die Apple Watch merklich zurück und hat bereits angekündigt, keine Verkaufszahlen zur hauseigenen Smartwatch veröffentlichen zu wollen. Auch ein Beleg dafür, dass keiner abschätzen kann, wohin die Reise gehen wird.

 

Smartwatch als Chance für die Uhrenindustrie

Kommt es zum Erfolg der Uhr, wird laut Branchenkennern insbesondere der traditionelle Markt für Modeuhren kräftig aufgemischt. Gerade Uhren im mittleren Preissegment von 300 bis 1000 Euro droht dann eine ernste Gefahr. Hier kommt es darauf an, wie sich die Hersteller auf die mögliche Bedrohung vorbereiten.

Denn ein entscheidender Unterschied zwischen der Quarzkrise und der heutigen Situation lässt sich auch ausmachen: Anders als vor gut vierzig Jahren sind Teile der Uhrenindustrie weitaus besser auf die mögliche Krise vorbereitet. Mehr noch: Man hat einen Trend erkannt und hechelt diesem nicht nach, sondern prägt diesen mit.

Swatch etwa hat unter dem Namen Touch Zero One bereits ein eigenes Smartwatch-Modell auf den Markt gebracht. Neben Fitnessfunktionen verfügt die Uhr über eine Bezahlfunktion mit dem NFC-Standard. Oder TAG Heuer: Der Uhrenhersteller verkündete auf der Baselworld 2015, dass man eine Allianz mit Intel und Google eingegangen ist und gerade eine Smartwatch entwickelt, die in ihren Funktionen gar die Apple Watch übertreffen soll. So zeigt sich, dass in jeder Krise auch die Chance für Neues steckt.

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