Tradition seit 1887
260.000 zufriedene Kunden
1 Monat Widerrufsrecht
Trusted Shops Gütesiegel - Bitte hier Gültigkeit prüfen! Sicher Einkaufen
 

Wie funktioniert die Uhr? Uhrwerke und deren Hersteller

unterschiede-bekanntesten-uhrenwerke

Etwas läuft wie ein Schweizer Uhrwerk. Diesen Ausspruch kennt fast jeder. Aber die Hersteller der Uhrwerke sind meist unbekannt. In einem neuen Beitrag der Reihe „Wie funktioniert die Uhr?“ sollen diese in den Mittelpunkt gerückt werden.

 

 

Auch wenn viele modebewusste Kunden manchmal anderer Meinung sind,  für mich als Uhrmacher sind Armbanduhren in erster Linie Zeitmessinstrumente. Sie sind präzise und zuverlässig, geradlinig und funktional. Damit sie diesem Anspruch gerecht werden, müssen sie mit präzisen und zuverlässigen Uhrwerken ausgestattet sein.

 

Doch was ist eigentlich das Uhrwerk? Grundsätzlich gilt: Das Uhrwerk steht als Bezeichnung für den gesamten Mechanismus im Inneren der Uhr. Unterschieden wird dabei in mechanische, elektromechanische und elektronische Uhrwerke.

 

Mechanische Uhrwerke werden etwa durch ihr Räderwerk charakterisiert, in elektronischen Uhrwerken werden Teil- oder alle Funktionen elektronisch realisiert, wie bei Quarzuhren etwa.
Doch anders als man es sich vielleicht vorstellt, werden die Uhrwerke nicht unbedingt von den eigentlichen Uhrenherstellern gefertigt. Vielmehr haben sich weltweit spezialisierte Manufakturen herausgebildet, welche mechanische oder elektronische Uhrwerke fertigen und die Uhrenhersteller damit beliefern. Einige der bekanntesten Hersteller und eine Auswahl ihrer besonderen Uhrwerke sollen nun kurz vorgestellt werden.

 

 

Uhrwerkhersteller ETA

Seit 1793 entwickelt und konstruiert die Schweizer Manufaktur „ETA SA“ Kaliber für die Uhrenindustrie. Dieses große Know-how bildete den Grundstein für die Entstehung eines der größten Hersteller von Armbanduhren und Uhrwerken. ETA mit seinen 20 Produktionsstandorten steht für Uhrwerke und Uhren, die auf der ganzen Welt für ihre Zuverlässigkeit und höchste Präzision bekannt sind.

 

Unter Bezeichnung „ETA 2824“ ist das Uhrwerk der Firma bekannt, welches mit Attributen wie „hohe Zuverlässigkeit“ und „Lebensdauer“ glänzt. Häufig verwendet wird dieses bei Uhren der Marken: Raymond Weil, Michel Herbelin oder Tudor.

 

Bereits seit den 1970er Jahren ist das Werk „ETA Valjoux 7750“ im Dienst. Gerade bei der Herstellung von Chronographen zählt es zu den absoluten Klassikern. Als Rohwerk ausgeliefert, wird es anschließend von Firmen wie IWC, TAG Heuer oder Breitling mit weiteren Komponenten  und Funktionen ausgestattet, veredelt und eingebaut.

 

Bedarf es ausgeklügelter Komplikationen wie einer Wochentagsanzeige oder einer zweiten Zeitzone greifen Hersteller wie Oris auf das „ETA 2836-2“ zurück.

 

 

Uhrwerkhersteller Seiko

Ganz besondere Uhrwerke hat der japanische Hersteller Seiko zu bieten. Denn die Werke aus der Kinetic-Reihe wandeln kinetische Energie aus der Bewegung des Armes, in elektrische Energie zum Antrieb des Quarzwerkes um.

 

Während der Baselworld im Jahr 1986 präsentierte Seiko der Öffentlichkeit den ersten Prototypen einer Kinetic. Die Uhr wurde unter dem Namen „AGM“ vorgestellt und es war die erste Uhr, die Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelte. Bis heute sind diese Werke ein Synonym für Umweltfreundlichkeit, hohe Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit. Kein Wunder, dass im Laufe der Jahre weitere Meilensteine in der Fortentwicklung dieser Modellreihe folgten:

 

1998 brachte Seiko die „Kinetic Auto Relay“ auf den Markt. Eine Uhr, die über eine Gangreserve von vier Jahren verfügt. Ein Jahr später wurde der „Ultimate Kinetic Chronograph“ vorgestellt. Dieser vereint Seikos beste mechanische und elektronische Fähigkeiten im Uhrenbau. 2003 folgte ein weiterer „Kinetic Chronograph“ und auf der Baselworld 2005 präsentierte Seiko die „Kinetic Perpetual“ mit einem Ewigen Kalender bis zum Jahr 2100.

 

 

Ein technisches Wunderwerk von Nomos

So etwas wie der heilige Gral in der Uhrenbranche ist die Eigenentwicklung von Uhrwerken. Meist sind es Prestigemarken wie Rolex oder Patek Philippe, die sich eigene Manufakturen leisten und ihre Uhrwerke selbst herstellen.

 

Dass aber innovative Uhrwerke nicht nur aus der Schweiz kommen, hat der deutsche Uhrenhersteller Nomos aus Glashütte im Jahr 2015 bewiesen. Dessen Uhrwerkskaliber „DUW 3001“ ist ein kleines, technisches Wunderwerk: Es ist das flachste Automatiklaufwerk, das es in der Großserienfertigung je gegeben hat. Es ist unglaubliche 3,2 Millimeter hoch. Außerdem besticht es durch seine Ganggenauigkeit, ist chronometerfähig, würde also jede Chronometerprüfung bestehen.

 

 

 

Nomos Uhrwerk Automatikuhrwerk flachstes Werk Glashütte

 

 

 

Nicht nur aus Sicht von Nomos ist dieses ein Kaliber der nächsten Generation. Verbaut in der Kollektion „neomatik“ sind aktuell zwölf Automatikuhren damit ausgestattet.

 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar