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Wie funktioniert die Uhr? Warum so manches Uhrwerk ohne Steine nicht läuft

Steine im Uhrwerk

Steine im Uhrwerk? Was haben die in meiner Uhr zu suchen? Manche Zeitmesser würden ohne diese gar nicht laufen. Welche Funktion die Steine, besser gesagt Edelsteine haben, möchte ich im heutigen Beitrag zu „Wie funktioniert die Uhr?“ erläutern.

 

„Diamonds are a Girl’s best Friend.“ Dieses Lied, von Marilyn Monroe im Film „Blondinen bevorzugt“ gesungen, avancierte schnell zum Klassiker. Wird darin doch die besondere Beziehung von Frauen zu Edelsteinen hervorgehoben.

Doch auch Uhren besitzen eine besondere Beziehung zu Edelsteinen. Natürlich in der bekannten Form, dass hochwertige Schmucksteine oder bei Luxusuhren wertvolle Diamanten die Uhren zieren. Aber diese sind in diesem Beitrag nicht gemeint. Vielmehr bedarf es bestimmter Edelsteine damit Quarzuhren als auch mechanische Uhren überhaupt laufen.

Rubine im Uhrwerk

Wer sich die Informationen zu einer Uhr genauer anschaut, entdeckt häufig den Hinweis auf „Steine“, „Rubine“ oder „Jewels“. Damit sind heutzutage synthetisch hergestellte Edelsteine gemeint, die in den wichtigsten Lagern des Zeitmessers für bewegliche Teile eingesetzt werden, um Abnutzung und Reibung zu verhindern.

Da Quarzuhren nur wenige bewegliche Teile besitzen, sind hier auch nur wenige Edelsteine von Nöten. Bei mechanischen Uhren hingegen gegen variiert die Anzahl der Steine je nach Kompliziertheit des Uhrwerks. Je mehr Komplikationen die Uhr besitzt, je mehr Steine benötigt sie. Schnell können dies bis zu 50 Stück sein.

In der Uhr kommen die Steine als Lagersteine und Decksteine vor sowie als Hebelsteine und Ankerpaletten. Eine Uhr mit 15 Steinen oder Rubinen hat zum Beispiel zehn Lagersteine, zwei Decksteine, zwei Paletten oder Klauen und ein Hebelstein.

Echt oder synthetisch?

Die ersten Lagersteine hatte der Schweizer Nicolas Fatio de Duillier 1704 eingebaut. Damals handelte es sich jedoch um natürliche Edelsteine. Der französische Chemiker Auguste Verneuil war es, dem es 1902 gelang den Rubin in einem chemischen Verfahren synthetisch herzustellen.

Dieser künstlich erzeugte Rubin hat die Form einer 2 bis 3 Zentimeter langen Birne und weist sämtliche Eigenschaften des natürlichen Rubins auf. Seit der Erfindung Verneuils werden in der Uhrenindustrie nur noch solche synthetischen Steine verwendet.

Achtung: Masse nicht gleich Klasse

In Bezug auf die im Uhrwerk verbauten Edelsteine sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, was den Wert oder die Qualität der Uhr angeht. Gerade bei Quarzuhren wird gern einmal eine höhere Anzahl von Steinen angegeben. Damit soll eine höhere Qualität der Uhr suggeriert werden. Obwohl die Steine in Wahrheit überhaupt keine Funktion besitzen. So sind diese Steine oftmals überhaupt nicht dort angebracht, wo sie sein sollten – nämlich an den Stellen, wo Abnutzung und Reibung gemindert werden sollen.

Wie so oft im Leben ist es deshalb immer ratsam, genau hinzuschauen und bei Zweifeln sich von ihrem Uhrmacher des Vertrauens beraten zu lassen.

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