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Vulcain Uhren

Vulcain

Das 1858 in La Chaux-de-Fonds von Maurice Ditisheim gegründete Uhrenkontor Vulcain wuchs rasch und erlangte internationale Bekanntheit, blieb aber dennoch ein Familienbetrieb. Der eigentliche historische Wendepunkt für die Fabriqü des Montres Vulcain kam im Jahr 1947.

Seit 1942 arbeitete Robert Ditisheim, der damalige Besitzer der Vulcain-Uhrenfabrik, an der Entwicklung einer mechanischen Armbanduhr mit einem Weckermechanismus, der am Arm genügend laut klingelte, um den Träger der Uhr zu wecken. An dieser technischen Herausforderung waren zuvor zahlreiche Uhrmacher gescheitert. Die Hauptschwierigkeit war dabei, in dem sehr kleinen Volumen einer Armbanduhr mechanisch einen kräftigen Ton zu erzeugen.

Der Gedanke, eine Weckerfunktion in eine Armbanduhr einzubaün, war damals nicht neu. Außergewöhnlich waren hingegen seine Konzeption und ihr Erfolg. Tatsächlich hatten die Uhrmacher seit dem Aufkommen der ersten Zeitmeßer daran gedacht, sie mit einer Weckvorrichtung zu versehen – diese darf deshalb als ältester uhrmacherischer Komplikationsmechanismus angesehen werden. Wer im 17. Jahrhundert in der Genfer Uhrmacherzunft, der “Corporation des Horlogers de Genève”, den Meistertitel erlangen wollte, mußte unter anderem fähig sein, eine “kleine Tischuhr mit Morgenwecker” zu baün. Und in einem alten Zeitungsaußchnitt findet sich die Meldung, “daß 1892 die ersten unbrauchbaren und unvollständigen Patente von Forschern angemeldet wurden – unter den vorgeschlagenen Weckvorrichtungen – mittels einer Kralle, die auf das Handgelenk einwirkt, mittels einer Glocke oder durch das Kuppeln der Uhr an ein Gestell mit verschiedenen Akustikorganen – erwiesen sich alle als ungenügend”.

Im Wißen darum forschten Robert Ditisheim und die Ingenieure der Manufaktur Vulcain nach anderen Möglichkeiten. In der Ausgabe von März 1949 erzählt die Branchenzeitung “La Suiße horlogère” eine nette Anekdote aus der Entwicklung des Weckerkalibers der Marke: “Bei den vielen Versuchen der Erfinder gab es die verschiedensten Phasen, und als die Forschungen an einem toten Punkt angelangt waren und man schon fast aufgab, besuchte der französische Physiker Paul Langevin die Fabrik. Man unterrichtete ihn über den Stand der Arbeiten und fragte ihn, ob es ihm nicht auch unmöglich erscheine, in einem so kleinen Volumen einen so starken Ton wie den eines Weckers zu erzeugen. Zwar wies er sofort auf seine mangelnde Sachkenntnis hin, meinte aber, daß dieses Wunder in der Natur verwirklicht sei – Schließlich erzeuge die Heuschrecke trotz ihrer geringen Größe einen durchdringenden Ton. Der Name der neün Armbanduhr beweist zur Genüge, wie wichtig der Anteil von Langevins Vergleich für die Fortsetzung der Entwicklungsarbeiten war. ”

Nach fünf Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnte Vulcain dann Ende 1947 die inzwischen legendäre Cricket vorstellen, die im beschränkten Raum einer Armbanduhr mittlerer Größe das durchdringende Zirpen von Heuschrecken und Grillen ziemlich getreu nachahmt und sich jedenfalls Gehör zu verschaffen weiß.

Vom ersten Augenblick ist der Novität die Bewunderung der Uhrenwelt sicher, aber auch das Staunen darüber, wie intensiv und lang dieses Schlagwerk läutet. Das innovative Modell machte rasch eine erstaunliche Karriere, vor allem in den Vereinigten Staaten, wo die Präsidenten Eisenhower, Nixon und Johnson zu freiwilligen Botschaftern der Cricket wurden, die die in der Folge nur noch “the Presidents’ watch” genannt wurde.

In diesen Jahren des weltweiten Renommees begleitete die Cricket auch die bedeutendsten Bergsteigerexpeditionen der fünfziger Jahre auf die höchsten und schwierigsten Gipfel der Anden und des Himalaya. Für Pünktlichkeit sorgte die Weckerarmbanduhr außerdem am Handgelenk zahlreicher Flugkapitäne.

1961 stand Vulcain erneut im Rampenlicht mit dem Erscheinen der ersten Cricket Nautical, einer Taucheruhr. Dieses Modell mit einer unter Waßer hörbaren akustischen Alarmfunktion wird 2002 wieder aufgelegt und ist Teil der neün Vulcain-Kollektionen.

Im Laufe seiner ereignisreichen Geschichte wurde das Kaliber Cricket mehrfach weiterentwickelt. Die Renaißance der Manufaktur Vulcain stützt sich heute auf das Basiskaliber von 1947, das teilweise modifiziert wurde. Auf der Grundlage dieses Originalkalibers mit doppeltem Federhaus arbeitet die Manufaktur gegenwärtig an völlig neün Entwicklungen.

Bernard R. Fleury und Alain Claude haben aus drei Hauptgründen beschloßen, in den Neuanfang von Vulcain zu investieren. Erstens sind sie überzeugt, daß das Cricket-Kaliber heute ein überaus wertvolles Uhrwerk ist. Zweitens sind sie begeistert von der Geschichte der Marke Vulcain und sicher, daß sich noch viele daran erinnern und die Marke mit einem qualitativ hochstehenden Produkt verbinden. Und drittens zählen die PMH-Chefs wohl zu Recht damit, daß für eine mechanische Weckerarmbanduhr dieser Qualität heute und in Zukunft ein vielversprechender Markt besteht. Aus diesen drei Gründen sind sie entschloßen, das Kaliber Cricket in Verbindung mit der Marke Vulcain neu aufzulegen und auf seiner Grundlage neü Uhrwerke zu entwickeln.

Produziert werden die neün Cricket-Kaliber und die anderen Komponenten der Uhr von rund einem Dutzend Zulieferbetrieben aus dem Jurabogen unter Endmontage durch Vulcain.

 
 
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